Kreis Herford schafft neun Premium-Wanderwege bis 2028 für Tourismus-Boom
Lukas WolfKreis Herford schafft neun Premium-Wanderwege bis 2028 für Tourismus-Boom
Kreis Herford plant radikale Aufwertung seines Wanderwegenetzes mit großem Projekt
Bis 2028 entstehen im Kreis Herford neun Premium-Wanderwege, die sich über sieben Kommunen erstrecken. Das Vorhaben soll den Tourismus ankurbeln und die lokale Wirtschaft stärken – mit moderner Planung, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit für alle Altersgruppen und Fitnesslevel.
Das Projekt unter dem Motto "Gemeinsam Gehen – Alle. Alle Wege. Kreis Herford" schafft ein Netz hochwertiger Wanderrouten. Zu den neun Wegen zählen der Kirschblütenweg in Bad Salzuflen, der Teutoburger-Wald-Panoramaweg sowie der Weserberglandweg in Porta Westfalica. Jede Strecke erfüllt die strengen Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbands und garantiert so erstklassige Erlebnisse für Wanderbegeisterte.
Bevor der Ausbau beginnt, werden bestehende Pfade digital erfasst und bewertet. Mithilfe eines speziellen Analysewerkzeugs prüfen Planerinnen und Planer die Routen auf Eignung, Qualität und Barrierefreiheit. Die Fertigstellung und offizielle Zertifizierung aller Wege ist bis Ende 2028 vorgesehen.
Doch das Projekt geht über die reine Weggestaltung hinaus: Bis zu 600 neue Schilder und 5.000 Markierungen sollen Orientierung bieten, ergänzt durch Rastplätze, Schutzhütten und Infotafeln. Auch die digitale Vernetzung spielt eine zentrale Rolle – alle Routen werden auf zentralen Tourismusportalen abgebildet, um die Navigation zu erleichtern.
Lokale Akteure wirken aktiv mit und gestalten Wege, die den Charakter der Region widerspiegeln. Zu den übergeordneten Zielen zählen Inklusion, Nachhaltigkeit und die Zusammenarbeit über Kommunalgrenzen hinweg. Die Verantwortlichen rechnen mit bis zu 2.500 zusätzlichen Gästen pro Jahr und einem wirtschaftlichen Mehrwert von schätzungsweise 900.000 Euro für die Region.
Das fertige Netz bietet zertifizierte, gut ausgeschilderte Routen für Wandernde jeden Hintergrunds. Mit verbesserte Infrastruktur und digitalen Tools sollen die Wege Maßstäbe für nachhaltigen Tourismus in Ostwestfalen-Lippe setzen. Der Erfolg des Projekts hängt dabei von der weiteren Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Planenden und Tourismusverbänden ab.
