26 June 2026, 08:06

Krankenhauspersonal in NRW streikt für faire Löhne und Finanzhilfen gegen die Insolvenzwelle

NRW-Krankenhäuser protestieren gegen unzureichende Bundesfinanzausgleich

Krankenhauspersonal in NRW streikt für faire Löhne und Finanzhilfen gegen die Insolvenzwelle

Krankenhausmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen sind auf die Straße gegangen, um bessere Finanzierung zu fordern. Die Proteste, organisiert vom Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), reihten sich in landesweite Demonstrationen ein. Die Beschäftigten verlangen nachhaltige finanzielle Unterstützung, um steigende Kosten und Lohnerhöhungen abzufedern.

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Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen führte die Kundgebungen an, an denen sich auch Mitarbeiter der Kplus Gruppe in Solingen und Haan beteiligten. Die Gruppe hatte bereits im Juni 2023 für drei ihrer vier Krankenhäuser Eigenverwaltungsanträge wegen Insolvenz gestellt. Ihr Präsident, Ingo Morell, betonte, dass Krankenhäuser nun vor einer harten Entscheidung stünden: Entweder das Personal fair bezahlen oder den Kollaps riskieren.

Die Protestierenden fordern eine Finanzierung, die die Inflation sowie eine zehnprozentige Lohnerhöhung im Jahr 2024 berücksichtigt. Ohne diese Unterstützung, so warnen sie, würden weitere Einrichtungen dem Beispiel der über 40 Betreiber folgen, die in diesem Jahr Insolvenz anmelden mussten. Die Kplus Gruppe selbst rechnet damit, innerhalb eines Jahres zahlungsunfähig zu werden, falls sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wird aufgefordert, einzugreifen. Bisher hat die Regierung jedoch eine Kostenübernahme für die steigenden Betriebskosten abgelehnt. Diese Weigerung verschärft die finanzielle Belastung der Krankenhäuser im ganzen Land.

Die Demonstrationen unterstreichen die wachsende Finanzkrise im deutschen Gesundheitssystem. Ohne zusätzliche Mittel könnten weitere Krankenhäuser vor der Insolvenz stehen oder ihre Leistungen kürzen müssen. Ziel der Proteste ist es, die Politik zum Handeln zu bewegen, um die Zukunft der unverzichtbaren medizinischen Versorgung zu sichern.

Quelle