29 June 2026, 22:10

Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur Rettung ihrer Krankenhäuser

St. Lukas Clinic: Statement by Kplus Group on the applied protective shield procedure

Kplus Gruppe beantragt Schutzschirmverfahren zur Rettung ihrer Krankenhäuser

Die Kplus Gruppe hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Restrukturierung beantragt. Von dem Schritt betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft. Zwar ist die Gruppe derzeit noch zahlungsfähig, ohne Gegenmaßnahmen droht ihr jedoch bis Jahresende die Insolvenz.

Das Schutzschirmverfahren sichert den weiteren Betrieb der Krankenhäuser ohne Einschränkungen. Gleichzeitig ermöglicht es die Ausarbeitung eines detaillierten Sanierungskonzepts. Während dieser Phase übernimmt die Bundesagentur für Arbeit für drei Monate die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter.

Für die wirtschaftliche und rechtliche Begleitung hat die Gruppe die Insolvenzrechtsexperten Stefan Denkhaus und Friedemann Schade mandatiert. Auch die Genesis GmbH, zuständig für die zentrale Verpflegungsversorgung, ist in das Schutzschirmverfahren einbezogen.

Laut Restrukturierungsplan sollen die medizinischen Leistungen künftig an den Standorten Haan und Hilden gebündelt werden. Die St.-Lukas-Klinik in Solingen wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres verlegt. Zudem werden bestehende Verträge geprüft und neu verhandelt.

Nicht von den Maßnahmen betroffen sind das St.-Remigius-Krankenhaus, die Senioreneinrichtungen, ambulanten Praxen, Therapiezentren sowie das Katholische Bildungszentrum in Haan. Ziel der Umstrukturierung ist es, die finanzielle Stabilität der Kplus Gruppe zu sichern und gleichzeitig die Versorgung mit wichtigen Gesundheitsleistungen aufrechtzuerhalten.

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