Kovačs stiller Titelkampf: Wie Dortmund Bayern München unter Druck setzt
Emma KrauseVor der Rückkehr nach Wolfsburg: Kovac warnt BVB zur Vorsicht - Kovačs stiller Titelkampf: Wie Dortmund Bayern München unter Druck setzt
Borussia Dortmund liegt in der Bundesliga auf Platz zwei, nur sechs Punkte hinter Tabellenführer FC Bayern München. Trainer Niko Kovač hat die Mannschaft seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr grundlegend verändert – von Platz 11 führte er sie in der vergangenen Saison noch zur Qualifikation für die Champions League. Trotz der starken Leistungen bleibt er in Sachen Meisterschaftsambitionen jedoch zurückhaltend.
Als Kovač 2024 in Dortmund übernahm, steckte der Verein nach 20 Spieltagen mit nur 29 Punkten auf Rang 11 fest. In dieser Saison hat die Mannschaft nach derselben Anzahl von Partien bereits 45 Zähler auf dem Konto – bei nur einer Niederlage, 41 geschossenen und 19 Gegentoren. Die Defensive ist mittlerweile die zweitbeste der Liga, nur Bayern liegt hier vorne.
Trotz der positiven Entwicklung dämpft Kovač Spekulationen über einen Titelkampf, selbst nachdem Verteidiger Nico Schlotterbeck öffentlich den Meisterschaftsanspruch des BVB betont hatte. Stattdessen betont der Trainer, man solle sich auf die aktuelle Tabellensituation konzentrieren. Gleichzeitig warnt er vor Überheblichkeit und verweist auf seinen Ex-Klub VfL Wolfsburg – ein starkes Team, das derzeit jedoch nur auf Platz 14 steht.
Vor dem nächsten Spiel gibt es jedoch Verletzungssorgen: Mittelfeldspieler Emre Can laboriert an einer Adduktorenproblematik, während Flügelstürmer Filippo Mané länger ausfallen wird – er muss mit einem Muskelfaserriss vier bis sechs Wochen pausieren.
Der Aufschwung unter Kovač ist unübersehbar: Im Vergleich zum Vorjahr hat Dortmund nach 20 Spieltagen 16 Punkte mehr auf dem Konto. Mit einer stabilen Abwehr und gefährlichem Offensivspiel gehört der BVB zu den ernsthaften Titelanwärtern. Doch die Ausfälle wichtiger Leistungsträger könnten in den kommenden Wochen die Kadertiefe auf die Probe stellen.
