Kölner Fans fordern Kwasnioks Rücktritt nach schwacher Bundesliga-Serie
Emma KrauseKölner Fans fordern Kwasnioks Rücktritt nach schwacher Bundesliga-Serie
Fans des 1. FC Köln wenden sich gegen Trainer Lukas Kwasniok nach schwacher Serie
Nach einer Reihe enttäuschender Ergebnisse haben sich die Anhänger des 1. FC Köln gegen Cheftrainer Lukas Kwasniok gestellt. Die sieben bundesliga spiele andauernde Siegesserie löste Proteste aus – Fans zeigten ein Transparent mit der Forderung nach seinem Rücktritt. Mittlerweile haben Vereinsvertreter mit Fangruppen gesprochen, um die wachsende Unzufriedenheit zu besänftigen.
Die Spannungen erreichten am Samstag beim 2:2-Unentschieden auswärts gegen Heidenheim ihren Höhepunkt. Ein Teil der Wilde Horde-Ultras entrollte ein Banner mit der Aufschrift "Kwasni Yok" – eine Wortschöpfung aus Kwasnioks Namen und dem türkischen Wort für „Nein“. Die Botschaft war eindeutig: Die Fans wollen den Trainer nicht mehr an der Seitenlinie sehen.
Am Sonntag versuchte der Verein, die Lage zu beruhigen. Sportdirektor Thomas Kessler und Kwasniok selbst trafen sich mit Fanvertretern zu Gesprächen. Ziel war es, Bedenken auszuräumen, die Einheit wiederherzustellen und den Fokus auf den Abstiegskampf zu lenken. Kessler bezeichnete den Austausch später als „guten Dialog“, ging aber nicht auf Details ein.
Trotz der Kritik hält die Vereinsführung weiterhin zu Kwasniok. Die Kölner belegen mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz aktuell Rang 11. Kessler hofft, dass die anstehenden bundesliga spiele – beginnend mit dem Heimspiel gegen den FC Bayern München am Mittwoch – die Wende bringen können.
Schon am folgenden Wochenende steht mit dem Besuch von Mainz 05 im RheinEnergieStadion die nächste Prüfung an. Sowohl Verein als auch Fans einigten sich im Gespräch darauf, die sportliche Herausforderung in den Vordergrund zu stellen.
Die Proteste haben die Haltung des Clubs zu Kwasnioks Zukunft nicht verändert. Angesichts der entscheidenden bundesliga spiele muss der 1. FC Köln nun die Fan-Diskussionen in bessere Leistungen umsetzen. Denn am Ende werden nicht Transparente, sondern Punkte über das Bundesliga-Schicksal der Kölner entscheiden.
