Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Moritz Richter"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Die deutsche Streaming-Plattform Joyn hat die Comedyserie Jerks. aus ihrem Programm genommen. Dieser Schritt folgt auf schwere Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann und Serienkollegen Christian Ulmen. Die Kontroverse sorgt seit Mitte März für eine breite öffentliche Debatte.
Fernandes wirft Ulmen "virtuelle Vergewaltigung" durch Deepfake-Manipulationen und Sex-Chats vor – Anschuldigungen, die um den 19. bis 20. März 2026 bekannt wurden. Die Vorwürfe lösten einen Mediensturm aus, wobei die Reaktionen den Fall mit anderen prominenten Missbrauchsaffären vergleichen. Noch bis vor kurzem war Ulmen vor allem für seine Rolle in Jerks. bekannt, in der er gemeinsam mit Fernandes ein ehemaliges Paar spielte.
Joyn zog die Serie von seiner Plattform zurück und verwies dabei auf die "aktuelle Situation" zwischen den beiden Schauspielern. Der Sender ProSieben veröffentlichte unterdessen eine Stellungnahme, in der er die Schwere der Vorwürfe anerkannte. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass die Unschuldsvermutung ein zentrales Rechtsprinzip bleibe.
Der Fall hat das öffentliche Bild Ulmens drastisch verändert, der zuvor in der deutschen Comedy-Szene ein positives Ansehen genoss. Seine Rolle in Jerks. steht nun in scharfem Kontrast zu den schweren Anschuldigungen gegen ihn.
Die Absetzung von Jerks. ist eine deutliche Reaktion von Joyn auf die anhaltende Kontroverse. ProSiebens Erklärung unterstreicht zwar rechtliche Grundsätze, doch der Fall zieht weiterhin große Aufmerksamkeit auf sich. Während die Vorwürfe noch nicht abschließend geklärt sind, zeigt sich bereits jetzt, wie stark Ulmens Karriere darunter leidet.






