Jonas Müller verteidigt knappe Führung im Rodel-Weltcup von Winterberg
Moritz RichterJonas Müller verteidigt knappe Führung im Rodel-Weltcup von Winterberg
Rodel-Weltcup in Winterberg: Knappe Entscheidungen und verschobene Platzierungen
Der Rodel-Weltcup in Winterberg, Deutschland, bot am Wochenende spannende Finishes und verschobene Ranglisten. Hannah Prock sicherte sich ihren zweiten Saisonsieg, während Jonas Müller seine knappe Führung in der Gesamtwertung verteidigte. Felix Loch erkämpfte sich trotz eines langsamen Starts im Einer der Männer noch einen Podestplatz.
Im Frauen-Einer setzte sich die Österreicherin Hannah Prock mit einem Vorsprung von nur 0,087 Sekunden gegen die Deutsche Julia Taubitz durch. Taubitz, die sich noch von einer Krankheit erholt, trat mit etwa 75 Prozent ihrer gewohnten Leistung an, konnte sich aber gegen die Konkurrenz behaupten. Damit bleibt sie in der Gesamtwertung dichtauf – nur zwei Punkte hinter dem führenden Jonas Müller.
Felix Loch zeigte im Männer-Einer eine starke Aufholjagd: Nach einem vierten Platz im ersten Lauf kämpfte er sich mit einer überzeugenden zweiten Fahrt noch auf Rang drei vor – 0,105 Sekunden hinter dem Tagessieger Jonas Müller. Dennoch bleibt Loch an der Spitze der Weltcup-Gesamtwertung und führt mit einem Punkt Vorsprung vor Müller, nachdem er in dieser Saison bereits drei Siege einfuhr. Die nächsten Rennen finden in zwei Wochen in Oberhof statt, bevor die olympischen Wettbewerbe in Italien anstehen. Die US-Amerikanerin Emily Fischnaller führt derzeit die Frauen-Gesamtwertung für die Saison 2025/2026 an und sorgt damit für eine spannende Ausgangslage in den kommenden Wochen.
Die Rennen in Winterberg unterstrichen einmal mehr, wie knapp die Entscheidungen im Rodeln ausfallen können. Während Prock und Müller wichtige Siege einfuhren, sicherte Lochs starke zweite Fahrt seine Führung in der Gesamtwertung. Taubitz’ Leistung trotz Krankheit hält sie weiterhin im Rennen. Nun richtet sich der Fokus auf Oberhof, bevor es zum olympischen Kräftemessen nach Italien geht.
