„Jagd & Hund“ 2026: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Tierschutz-Debatte
Lukas WolfJagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdkenntnissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ 2026: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Tierschutz-Debatte
Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund kehrt im Januar 2026 nach Dortmund zurück
Die Veranstaltung zieht Zehntausende Besucher an und präsentiert über 700 Aussteller aus 36 Ländern. Doch in diesem Jahr fordern Tierschutzorganisationen ein Verbot der Bewerbung afrikanischer Trophäenjagd-Reisen.
Die Messe zählt zu den bedeutendsten Treffpunkten der internationalen Jagdbranche. Aussteller zeigen neueste Schusswaffen, Geländefahrzeuge und Jagdausrüstung. Praktische Workshops und Vorträge zu Jagdtechniken ergänzen das Programm.
Mehr als 1.300 Jagdhunde aus 59 Rassen demonstrieren ihr Können in Live-Vorführungen. Falknereischauen, Brunftruf-Wettbewerbe und ein Wild Food Festival mit Wildgerichten gehören zu den Highlights. Deutschlands Spitzenköche präsentieren moderne Rezepte mit Wildbret und anderem Wildfleisch. Mit fast 468.000 Jagdscheininhabern bundesweit verfügt Deutschland über eine der größten Jägergemeinschaften Europas. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es knapp 100.000 Jäger.
Doch die Messe steht in der Kritik, etwa von PETA Deutschland, das sich gegen die Vermarktung afrikanischer Jagdreisen wendet. Bei diesen werden oft Elefanten und Löwen als Trophäen gejagt – eine Praxis, die die Organisation als unethisch verurteilt. Vertreter afrikanischer Länder verteidigen die Jagd als reguliert und nachhaltig. Sie argumentieren, dass kontrollierte Bejagung Artenschutz und lokale Wirtschaft fördere. Die Debatte wird sich voraussichtlich bis zur Messe fortsetzen.
Die Jagd & Hund bleibt ein zentraler Branchentreff für Jäger, Hersteller und Wildtiermanager. Sie bietet eine Plattform für Neuheiten, Weiterbildung und kulinarische Traditionen. Gleichzeitig sorgt die Präsenz von Trophäenjagd-Angeboten für anhaltende Kontroversen mit Tierschützern.
