25 December 2025, 00:08

Jacques Tilly trotzt Russlands Vorwürfen – und plant neuen Putin-Wagen für 2026

Ein zentrales Display zeigt Plakate mit Text, einer Flagge, einer Rakete und verschiedenen Logos, mit einem Tisch unten und einem Boden oben im Bild.

Jacques Tilly trotzt Russlands Vorwürfen – und plant neuen Putin-Wagen für 2026

Der Düsseldorfer Bildhauer Jacques Tilly sieht sich in Russland mit schweren Vorwürfen konfrontiert – wegen seiner satirischen Werke. Ihm wird vorgeworfen, falsche Behauptungen über die russische Armee verbreitet und politischen Hass geschürt zu haben. Doch Tilly gibt sich unbeeindruckt und plant bereits seinen nächsten provokanten Rosenmontagswagen für 2026.

Der Prozess soll am 24. Dezember beginnen, doch Tilly wird nicht erscheinen. Die russischen Behörden haben es versäumt, ihn offiziell zu benachrichtigen, sodass er unbehelligt in Deutschland weiterarbeiten kann.

Seit langem nutzt Tilly seine Kunst, um Mächtige zu verspotten. Seine Ziele reichten von der katholischen Kirche über deutsche Politiker bis hin zu islamistischen Terroristen und rechtsextremen Gruppen. Seine scharfe Satire sorgte oft für Kontroversen, doch keine war so brisant wie seine Darstellungen von Wladimir Putin.

Russische Beamte nahmen besonders Anstoß an seinem Wagen für den Umzug 2025, was schließlich zu strafrechtlichen Anklagen führte. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Doch Tilly zeigt keine Anzeichen von Einsicht. Bereits hat er einen neuen Wagen für 2026 angekündigt – mit direktem Bezug zu Putin und dem laufenden Rechtsstreit. Wie immer bleiben seine Entwürfe bis zum Tag des Rosenmontagsumzugs streng geheim. Diese Geheimniskrämerei steigert nur die Vorfreude auf seine nächste Kreation. Tilly berufen sich auf die Narrenfreiheit und besteht darauf, dass seine Werke als Satire geschützt sind. Sein Weigerung, zum Schweigen gebracht zu werden, macht ihn zu einer polarisierenden Figur – in Deutschland wie im Ausland.

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Der Fall Tilly unterstreicht die Risiken politischer Satire in einer Zeit zunehmender Spannungen. Seine Abwesenheit vom Prozess schwächt seinen Widerstandswillen nicht, und der Wagen von 2026 wird voraussichtlich neue Debatten entfachen. Der Bildhauer arbeitet unterdessen weiter – unbeeindruckt von der Drohung einer langen Haftstrafe.