16 April 2026, 20:09

Indischer Stahlriese Jindal bietet für Thyssenkrupp-Sparte – und verspricht Milliardeninvestitionen

Aktienzertifikat für Inhaberaktien, ausgestellt von Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit den Unternehmensnamen und -adressdaten.

Indischer Stahlriese Jindal bietet für Thyssenkrupp-Sparte – und verspricht Milliardeninvestitionen

Der indische Stahlkonzern Jindal Steel International hat ein unverbindliches Angebot für die Übernahme der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Der Vorstoß folgt auf monatelange Unsicherheit über die Zukunft des Geschäftsbereichs und wird von Zusagen für umfangreiche Investitionen begleitet. Sowohl der Betriebsrat als auch die IG Metall begrüßen den Schritt als positiv für die Beschäftigten und die Branche.

Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlproduzenten Indiens, legte ein indikatives Angebot für Thyssenkrupp Steel vor. Das Unternehmen, das in Afrika und Australien aktiv ist, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 22 Prozent. Zu den Expansionsplänen gehört die Umwandlung von Thyssenkrupp Steel in den größten klimaneutralen Stahlhersteller Europas.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp verzeichnete im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 261 Millionen Euro. Der Betriebsrat zeigte sich erfreut und hob die Zusagen der Eigentümerfamilie für Standortsicherungen sowie die Achtung der deutschen Mitbestimmungskultur hervor. Auch die IG Metall unterstützt das Angebot und bezeichnet es als gute Nachricht für die Belegschaft.

Jindal Steel hat über 2 Milliarden Euro für den Ausbau der Lichtbogenofen-Kapazitäten in Duisburg sowie die Fertigstellung des verzögerten Direktreduktionswerks (DRI) zugesagt. Das Unternehmen ist in diesem Jahr bereits in Europa aktiv geworden – unter anderem durch die Übernahme eines tschechischen Stahlherstellers und ein Gebot für einen italienischen Produzenten. Nun wird der Thyssenkrupp-Vorstand das Angebot prüfen, wobei wirtschaftliche Tragfähigkeit, grüne Transformation und Arbeitsplatzsicherheit im Fokus stehen.

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Die Übernahme könnte die Zukunft von Thyssenkrupp Steel neu gestalten, da Jindal erhebliche Investitionen und einen Fokus auf Nachhaltigkeit verspricht. Die Bewertung durch den Vorstand wird zeigen, ob das Angebot zu den langfristigen Zielen des Geschäftsbereichs passt. Eine Entscheidung wird erwartet, sobald die wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen vollständig geprüft sind.

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