29 June 2026, 12:12

IHK kritisiert "überzogene" Winterpause der Kommunalbehörden in Solingen und Wuppertal

IHK kritisiert bürokratische 'Winterpause' im Solinger Rathaus als übertrieben

IHK kritisiert "überzogene" Winterpause der Kommunalbehörden in Solingen und Wuppertal

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bergisches Land hat sich gegen die Entscheidungen der Kommunalbehörden in Solingen und Wuppertal ausgesprochen. Diese hatten ihre Schließungen zu einer vollständigen „Winterpause“ bis zum 8. Januar ausgeweitet. Die IHK bezeichnete die Maßnahme als „etwas überzogen“.

Durch die Entscheidung bleiben die Ämter in beiden Städten zwei Wochen lang geschlossen. In dieser Zeit können keine dringenden Verwaltungsvorgänge bearbeitet werden. Die IHK kritisierte, dass dies weder wirtschafts- noch bürgerfreundlich sei.

Die benachbarte Stadt Remscheid hingegen wird ihre Dienststellen wie gewohnt im neuen Jahr wieder öffnen. Henner Pasch, Präsident der IHK Bergisches Land, und Michael Wenge, ihr Hauptgeschäftsführer, betonten, wie wichtig es sei, dass die Kommunalverwaltungen für Bürger und Unternehmen erreichbar bleiben. Sie forderten einheitliche Regelungen in der gesamten Region Bergisches Städtedreieck.

Die IHK plädiert für einen besseren Ausgleich zwischen Energiesparmaßnahmen und den erforderlichen Dienstleistungen für Bürger und Wirtschaft. Die Kritik kommt zu einer Zeit, in der andere Fristen – wie etwa die Anmeldung von Elektrofahrzeugen für höhere staatliche Förderungen – weiterhin gelten.

Die verlängerte Schließung beeinträchtigt den Zugang zu Verwaltungsleistungen für Unternehmen und Anwohner. Die IHK hat die Kommunalbehörden aufgefordert, die Maßnahme zu überdenken, um sicherzustellen, dass essenzielle Dienstleistungen ohne unnötige Einschränkungen aufrechterhalten werden.

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