22 February 2026, 06:12

Ibbenbürens Kohleabschied: Wie ein Kraftwerk zum Symbol der Energiewende wird

Eine Baustelle mit einem großen Gebäude, das abgerissen wird, mit einem Kran, einem Zaun, einer Absperrung, Steinen, einem Container, Bäumen, Pfählen, einem Schild, einem Straßenpfahl, Fahrzeugen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren wird gesprengt - Ibbenbürens Kohleabschied: Wie ein Kraftwerk zum Symbol der Energiewende wird

Ein Meilenstein der Energiewende: Ibbenbüren verabschiedet sich vom Kohlezeitalter

An diesem Wochenende wird in Ibbenbüren ein wichtiger Schritt der deutschen Energiewende vollzogen. Am Sonntag gegen 11:00 Uhr wird der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen RWE-Kohlekraftwerks gesprengt. Auf dem Gelände entsteht künftig ein zentraler Knotenpunkt für erneuerbare Energien, denn der Netzbetreiber Amprion plant dort den Bau einer neuen Umspannstation.

Mit der Sprengung verschwindet das letzte Steinkohlekraftwerk von RWE in Deutschland endgültig – die Anlage war bereits 2021 vom Netz gegangen. Bereits in diesem Jahr waren der Kühlturm und das Kesselhaus kontrolliert gesprengt worden. Nun werden die verbleibenden Bauwerke abgerissen, das Material recycelt und das Gelände für die Nachnutzung vorbereitet.

Die Hagedorn Gruppe, die das Areal seit 2023 besitzt, wird das Grundstück im Sommer 2026 an Amprion übergeben. Der Übertragungsnetzbetreiber will dort eine Konverterstation errichten, um Windstrom aus der Nordsee in das nordrhein-westfälische Stromnetz einzuspeisen. Die Inbetriebnahme ist für 2031 geplant.

Das Projekt ist Teil eines größeren Ausbaus der Erneuerbaren-Infrastruktur: Bis 2031 will Amprion bundesweit vier weitere Konverterstationen bauen. Diese ergänzen Offshore-Umrichterplattformen, deren Lieferung zwischen 2024 und 2027 erfolgen soll.

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Sobald die Anlage in Ibbenbüren fertig ist, wird sie helfen, mehr Windenergie ins deutsche Stromnetz zu leiten. Der Abriss der alten Kraftwerksstrukturen ebnet den Weg für die neue Anlage – ein Symbol für den Wandel vom Kohle- zum Zeitalter der Erneuerbaren, der sich auch an diesem Standort widerspiegelt.