An ihrem Geburtstag: Menden weiht den Margot Friedl√§nder-Platz ein - Holocaust-Überlebende Margot Friedl√§nder bekommt Platz in Menden
In Menden wird Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit einem nach ihr benannten Platz geehrt Die in Berlin geborene Holocaust-Überlebende Margot Friedländer, die ihr Leben dem Bewahren der Erinnerung an die Vergangenheit widmete, erhält in Menden, einer Stadt im Sauerland, einen nach ihr benannten Platz. Die Einweihung des Margot-Friedländer-Platzes findet am Mittwoch um 18 Uhr statt und umfasst Würdigungen lokaler Schülerinnen und Schüler sowie eine Botschaft des bekannten Sängers Max Raabe. Die Initiative zur Umbenennung des zentralen Platzes nahe dem Rathaus ging von Schülerinnen und Schülern des Netzwerks "Augen auf!" aus, einer Gruppe, die sich gegen Ausgrenzung einsetzt und die Würde des Menschen fördert. Das Netzwerk, dem Vertreter weiterführender Schulen in Menden angehören, ließ sich von Friedländers unermüdlichem Einsatz gegen das Vergessen inspirieren – insbesondere von ihrem Engagement, junge Menschen mit ihrer Geschichte zu erreichen. Friedländer, in eine jüdische Familie in Berlin hineingeboren, wurde von den Nationalsozialisten verfolgt und verbrachte nach ihrer Flucht sechs Jahrzehnte als Emigrantin in New York, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte. Sie starb im Mai im Alter von 103 Jahren. In ihrer Heimatstadt Berlin gibt es mehrere Vorschläge, Straßen oder Plätze nach ihr zu benennen; die Mender Initiative ist eine der ersten, die nun Realität wird. Die feierliche Einweihung des Platzes wird Videoaufnahmen mit ihren Zeitzeugenberichten zeigen, um sicherzustellen, dass ihre Geschichte und Botschaft auch künftige Generationen prägen. Die Stadtverwaltung wird eng mit der Margot-Friedländer-Stiftung zusammenarbeiten, um eine würdige Erinnerungskultur zu gestalten – als Hommage an eine Frau, die ihr Leben dem Gedenken an die Vergangenheit und der Vermittlung ihrer Erfahrungen an junge Menschen widmete.
