Henkel übernimmt Stahl für 2,1 Mrd. Euro und stärkt Industrieklebstoff-Sparte
Jakob MaierHenkel übernimmt Stahl für 2,1 Mrd. Euro und stärkt Industrieklebstoff-Sparte
Henkel hat sich auf den Kauf des niederländischen Spezialchemieunternehmens Stahl für 2,1 Milliarden Euro geeinigt. Die Übernahme markiert einen wichtigen Schritt des Konzerns, um sein Geschäftsfeld für Industrieklebstoffe auszubauen. Nach Bekanntgabe der Transaktion stiegen die Aktienkurse von Henkel um etwa 1 %.
Der Deal ist Teil von Henkels übergeordneter Strategie, sich von schwächeren Konsumgütermarken zu distanzieren und stattdessen auf lukrativere Industriesegmente zu setzen. CEO Carsten Knobel hat diesen Kurswechsel bereits offen kommuniziert.
Frühere Übernahmen, darunter die von Monarch und ATP Adhesive Systems, hatten die Position von Henkel im Klebstoffbereich bereits gestärkt. Mit Stahl kommt nun ein weiterer bedeutender Baustein hinzu, der den Jahresumsatz der Sparte um nahezu 1 Milliarde Euro steigern wird. Damit rückt Henkel in die Gruppe der drei weltweit führenden Anbieter von Industrieklebstoffen auf – neben 3M und Sika.
Die genauen Marktanteile variieren je nach Segment, und konkrete Zahlen werden nicht genannt. Dennoch zeigt der Vorstoß in die Spezialchemie deutlich, wo Henkel künftig seine Prioritäten setzt.
Die Übernahme festigt das Industrieklebstoffgeschäft des Konzerns und verringert gleichzeitig die Abhängigkeit von schwächeren Konsumentensegmenten. Die Integration von Stahl bringt zusätzliches Umsatzpotenzial und Fachwissen mit sich. Die positive Reaktion der Aktie unterstreicht das Vertrauen der Anleger in die neue Strategie.
