Hamm startet autofreie Fastenzeit mit Wasserstoffbus und Schülerprotest auf dem Marktplatz
Lukas WolfHamm startet autofreie Fastenzeit mit Wasserstoffbus und Schülerprotest auf dem Marktplatz
Hamm startet seine jährliche Kampagne "Autofreie Fastenzeit", um den Verkehr zu reduzieren und die Emissionen zu senken. Die Initiative regt die Bürgerinnen und Bürger dazu an, während der 40-tägigen Fastenzeit ihre Mobilitätsgewohnheiten zu überdenken. Ein mit Wasserstoff betriebener Bus wird am Mittwoch auf dem Marktplatz den Auftakt der Aktion markt de markieren.
Den Startschuss gibt eine Demonstration auf dem Marktplatz: Sechstklässler der Marienschule werden in den Wasserstoffbus steigen, um nachhaltige Verkehrsmittel zu präsentieren. Zudem veranschaulichen sie, wie viel Platz Autos im Vergleich zu Fahrrädern oder Fußgängern einnehmen.
Teilnehmende, die sich registrieren, dokumentieren ihre vermiedenen Autofahrten. Die ersten 50 Anmeldungen erhalten eine kostenlose Warnweste, alle weiteren nehmen an einer Verlosung für weitere Westen teil. Die Sparkasse Hamm spendet pro gespartem Kilometer einen Cent – das Geld fließt in zusätzliche Warnwesten für Radfahrer.
Die Organisatoren streben an, bis 2025 über 200.000 Kilometer und 40 Tonnen CO₂ einzusparen. Ähnliche Projekte laufen bereits in Berlin, München und Köln, wobei die genauen Zahlen je nach Stadt variieren. Im Mittelpunkt steht die freiwillige Verhaltensänderung, um Staus zu verringern und die Emissionen zu senken.
Die Kampagne begleitet die Fastenzeit, wobei die Bürger ihre Fortschritte online festhalten. Die eingesparten Kilometer kommen direkt der Sicherheit von Radfahrern zugute. Die Stadt hofft, dass die Aktion langfristig für ruhigere und sauberere Straßen in Hamm sorgt.
