Günther Jauch kauft Loriots historisches Traumhaus am Starnberger See
Günther Jauch erwirbt Loriots Historisches Anwesen am Starnberger See
Der bekannte Fernsehmoderator Günther Jauch hat ein historisches Anwesen am Starnberger See erworben, das einst Vicco von Bülow gehörte – besser bekannt als Loriot, dem legendären deutschen Humoristen. Mit dem Kauf unterstreicht Jauch seine tiefe Bewunderung für Loriots Werk und Vermächtnis.
Vicco von Bülow, mit vollem Namen Bernhard Viktor Christoph Karl von Bülow, entstammte einer alten mecklenburgischen Adelsfamilie. Das Familienwappen zeigte einen goldenen Pirol, der später sein Künstlername Loriot inspirierte. Seine Karriere begann in den 1950er-Jahren mit humorvollen Büchern wie "Der gute Ton – Ein unentbehrliches Handbuch für feine Leute" und "Glücklich verführt – 20 erprobte Liebestricks von zwei Kennern".
Loriot drehte zudem zwei beliebte Filme: "Ödipussi" (1988) und "Pappa ante Portas" (1991), beide mit Evelyn Hamann in der Hauptrolle. Die Drehorte seiner Werke erstreckten sich über Deutschland und Italien hinaus. Szenen aus "Pappa ante Portas" entstanden in Prag, während Österreich – insbesondere Wien und Tirol – Kulisse für Sketche und Filme wie "Ödipus Wahn" (1985) bot. In Deutschland diente das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin als Schauplatz für Heinrich Lohses Entlassung in "Pappa ante Portas", und die Seebrücke Ahlbeck auf Usedom war Ort von Renate Lohses Mutter Geburtstagsfeier.
Trotz Loriots umfangreichem filmischen Schaffen war sein Haus am Starnberger See selten Drehort. Der Speisesaal in "Pappa ante Portas" wich sogar vom Original ab, da der 16-jährige Dieter Lohse in der Szene fehlte.
Günther Jauch, der sich bereits in der Vergangenheit für den Erhalt kultureller Stätten einsetzte – etwa bei der Restaurierung des Marmorpalais am Heiligen See in Potsdam –, zeigt mit dem Erwerb von Loriots ehemaligem Domizil eine persönliche Verbindung zum schöpferischen Geist des Humoristen.
Das Anwesen am Starnberger See gehört nun einem Mann, der sich wiederholt für den Schutz bedeutender Kulturstätten starkmacht. Loriots Einfluss lebt weiter – durch seine Filme, Bücher und die Orte, die mit seinem Werk verbunden sind. Das Haus selbst bleibt eine greifbare Erinnerung an Leben und Wirken des großen Satirikers.