Grüne streiten über Pflichtdienst – Brantner bremst radikale Pläne
Die Grünen werden auf ihrem Parteitag Ende November einen umstrittenen Vorschlag diskutieren. Der Antrag, der von prominenten Mitgliedern wie Mona Neubaur und Katharina Schulze vorangetrieben wird, plädiert für einen verpflichtenden nationalen Dienst. Die Co-Vorsitzende Franziska Brantner zeigte sich jedoch zurückhaltend und betonte, dass zunächst der freiwillige Dienst gestärkt werden müsse.
Brantner versteht die Frustration der jüngeren Generation über die aktuelle Regierungspolitik. Sie schlägt vor, den Wehrdienst attraktiver zu gestalten und ein freiwilliges Meldesystem für alle über 18-Jährigen einzuführen. Gleichzeitig stellt sie klar, dass das verfassungsmäßige Recht auf Kriegsdienstverweigerung unangetastet bleiben müsse.
Unterstützung erhält der Vorschlag von bekannten Grünen-Politikern wie Katharina Fegebank, Tarek Al-Wazir und Anton Hofreiter. Sie argumentieren, dass ein verpflichtender Dienst das Gemeinschaftsgefühl und die gemeinsame Verantwortung stärken könnte. Brantner hingegen ist der Meinung, dass zunächst der freiwillige Dienst gefördert werden sollte, bevor über eine allgemeine Dienstpflicht nachgedacht wird.
Auf dem Parteitag Ende November werden die Grünen über den Vorschlag eines verpflichtenden nationalen Dienstes debattieren. Während einige prominente Mitglieder die Idee befürworten, fordert Co-Chefin Franziska Brantner einen Fokus auf freiwilliges Engagement und einen neuen Generationenvertrag. Die Partei will damit faire Bildungschancen, Klimaschutz und eine Sozialpolitik für alle Altersgruppen vorantreiben.
