Grüne fordern 1.000-Euro-Grenze für Pflegeheimkosten – doch reicht das?
Lukas WolfKostenexplosion im Pflegeheim: Grüne fordern Pflegeobergrenze von 1.000 Euro - Grüne fordern 1.000-Euro-Grenze für Pflegeheimkosten – doch reicht das?
Die Partei Bündnis 90/Die Grünen hat weitreichende Reformen vorgeschlagen, um die finanzielle Belastung durch stationäre Pflege zu verringern. Kernpunkt der Pläne: Pflegebedürftige sollen künftig nicht mehr als 1.000 Euro pro Monat für die Unterbringung in einem Pflegeheim zahlen müssen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der viele Betroffene derzeit Rechnungen von über 3.000 Euro erhalten – in einigen Regionen steigen die Kosten sogar auf bis zu 3.400 Euro.
Im Juli 2023 zahlten pflegebedürftige Menschen im Schnitt mehr als 3.000 Euro monatlich für einen Platz im Pflegeheim. Trotz bestehender Entlastungszuschläge sind die Ausgaben weiter stark angestiegen. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt dabei nur einen Bruchteil der Kosten, sodass Angehörige den Großteil selbst tragen müssen.
Würden die Reformen umgesetzt, sänken die Eigenanteile für Heimbewohner deutlich. Die Grünen wollen zudem die finanzielle Unterstützung für pflegende Angehörige stärken. Ob die Pläne vorankommen, hängt von den Empfehlungen einer Arbeitsgruppe ab, die in Kürze vorgelegt werden sollen.
