Großrazzia in Münster: Lohnbetrug und Untreue bei Bauunternehmen aufgedeckt
Jakob MaierGroßrazzia in Münster: Lohnbetrug und Untreue bei Bauunternehmen aufgedeckt
Großrazzia in Münster: Behördenschlag gegen mutmaßlichen Lohnbetrug und Untreue
In Münster läuft derzeit eine großangelegte Aktion, nachdem die Behörden gegen ein mutmaßliches System aus Lohnbetrug und Veruntreuung vorgegangen sind. In den frühen Morgenstunden wurden zwei Personen festgenommen, die im Zusammenhang mit einem Bauunternehmen stehen. Dieses soll Mitarbeiter nicht angemeldet und Sozialabgaben vorenthalten haben. Rund 110 Zollfahnder, unterstützt von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft, sind an den Ermittlungen beteiligt.
Im Mittelpunkt steht ein 33-jähriger Mann, der ein Bauunternehmen führte, ohne Arbeiter sozialversicherungspflichtig anzumelden oder Arbeitgeberbeiträge abzuführen. Ihm wird vorgeworfen, Löhne einbehalten und Betrug begangen zu haben – dabei soll ihn eine 54-jährige Frau sowie ein 61-jähriger Mitarbeiter unterstützt haben.
Bereits 2022 war die Wohnung des Hauptverdächtigen durchsucht worden, wobei Beweismaterial sichergestellt wurde, das zu den heutigen Maßnahmen führte. Am Morgen vollstreckten Beamte Haftbefehle in Münster und Senden; sowohl der 33-Jährige als auch der 61-Jährige wurden vorläufig festgenommen. Insgesamt werden sieben Objekte durchsucht – vier Wohnungen und drei Geschäftsräume.
Um verstecktes Bargeld aufzuspüren, setzen die Zollteams drei Spürhunde ein. Das Ausmaß der Operation unterstreicht die Schwere der Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft bereitet bereits ein Strafverfahren gegen den Hauptbeschuldigten vor dem Landgericht Münster vor.
Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden beschlagnahmte Unterlagen und mögliche versteckte Vermögenswerte auswerten. Die Festgenommenen bleiben vorerst in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung drohen ihnen empfindliche Strafen wegen Betrugs und Verstößen gegen das Arbeitsrecht.






