Großrazzia in Köln: 110 Zollbeamte decken Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße auf
Jakob MaierGroßrazzia in Köln: 110 Zollbeamte decken Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße auf
Über 110 Zollbeamte haben in Köln und den umliegenden Kreisen eine großangelegte Kontrollaktion durchgeführt. Im Fokus standen dabei Betriebe der Bauwirtschaft, wo zahlreiche Fälle von Schwarzarbeit und Verstößen gegen Arbeitsrecht aufgedeckt wurden. Elf Männer arbeiteten ohne gültige Papiere, mehrere Unternehmen müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Die Operation wurde von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) geleitet, die rund 280 Beschäftigte in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis (Bornheim), in Leverkusen sowie im Rheinisch-Bergischen Kreis (Bergisch Gladbach) überprüfte. Dabei stellten die Beamten bei elf Männern fest, dass diese weder über eine gültige Aufenthalts- noch Arbeitserlaubnis verfügten. Die Ausländerbehörden werden nun prüfen, ob weitere Maßnahmen eingeleitet werden.
Gegen die elf Arbeiter sowie ihre Arbeitgeber wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Drei Unternehmen stehen im Verdacht, ihre Beschäftigten unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt zu haben. In fünf weiteren Fällen wurden Sozialabgaben nicht abgeführt, wobei in ebensovielen Fällen zusätzlich der Verdacht auf Sozialleistungsbetrug besteht.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wertet die Ergebnisse der Razzia weiterhin aus.
Die Kontrollen haben sowohl gegen Beschäftigte als auch gegen Arbeitgeber rechtliche Schritte zur Folge. Während über das weitere Vorgehen bei den elf Männern entschieden wird, müssen die betroffenen Unternehmen mit Strafen rechnen. Weitere Details werden im Laufe der Ermittlungen bekannt gegeben.






