Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindliche Figur karikiert zu haben
Lukas WolfGraham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindliche Figur karikiert zu haben
Der Comedy-Autor Graham Linehan wirft BBC-Drehbuchautoren vor, ihn in der Seifenoper Doctors in negativer Weise dargestellt zu haben. Im Mittelpunkt des Streits steht die Figur Dr. Graham Elton – ein geschiedener Mann Mitte 50, der transfeindliches Verhalten zeigt. Linehan behauptet, die fiktive Rolle spiegle sein eigenes Leben und seine öffentlichen Kontroversen wider.
Die BBC wies jede Verbindung zurück und betonte, die Figur sei frei erfunden.
Linehan geriet erstmals 2018 wegen seiner Ansichten zu Transgender-Themen in die Kritik. In Tweets machte er sich über nicht-binäre Identitäten lustig und lehnte die Präsenz von Transfrauen in Frauenräumen ab. Die Gegenreaktion führte 2020 zu seinem Bann von Twitter (heute X) sowie zu beruflichen Konsequenzen, darunter die Trennung von seinem Agenten.
Auch sein Privatleben litt darunter. 2020 ließ er sich von seiner Frau Helen Serafinowicz scheiden, während die öffentlichen Auseinandersetzungen anhielten. Berichten zufolge wurden seine Familie angegriffen, was Serafinowicz und ihre beiden gemeinsamen Kinder belastete.
2023 wurde Linehans geplante Show beim Edinburgh Fringe Festival abgesagt. Die Spielstätte begründete dies mit der Unvereinbarkeit seiner Ansichten mit den eigenen Werten – ein weiterer Schritt seiner Isolation von etablierten Plattformen.
Nun wirft Linehan Doctors vor, bewusst eine Figur geschaffen zu haben, die ihm ähnle: einen geschiedenen Mann in den mittleren Jahren mit transfeindlichen Zügen. Die BBC wies die Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnete die Figur als rein fiktiv und ohne Bezug zu realen Personen.
Der Konflikt verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen Linehan und seinen Kritikern. Seine öffentlichen Äußerungen zu Transgender-Themen führten wiederholt zu beruflichen und privaten Rückschlägen. Die BBC hält daran fest, dass Doctors ein Werk der Fiktion bleibe – ohne Absicht, auf Linehans Leben oder Meinungen anzuspielen.






