Gladbachs Abstiegskampf spitzt sich zu: Vier Niederlagen in sechs Spielen
Jakob MaierGladbachs Abstiegskampf spitzt sich zu: Vier Niederlagen in sechs Spielen
Borussia Mönchengladbach steckt nach der vierten Niederlage in sechs Bundesliga-Spielen noch tiefer in der Krise. Die jüngste Heimpleite gegen den VfB Stuttgart wirft die Mannschaft auf Platz 10 mit 20 Punkten zurück – nur fünf Zähler vor dem Relegationsplatz. Nun haben Vereinsverantwortliche zur prekären Lage Stellung genommen.
Das Spiel nahm früh eine ungünstige Wende, als Haris Tabaković in der 13. Minute bei einem Stand von 0:0 einen Elfmeter verschoss. Stuttgart nutzte die Chance gnadenlos und fuhr am Ende einen deutlichen Sieg ein. Nach dem Abpfiff räumte Kapitän Rocco Reitz taktische Mängel ein: Die Mannschaft habe weder geschlossen gepresst noch die Räume besetzt oder die Gegner wie besprochen gedeckt. Eine "grundsätzliche Krise" im Verein wies er jedoch zurück.
Auch Trainer Eugen Polanski zeigte sich wenig optimistisch und sagte lapidar: "Wir sind, wo wir sind – die Tabelle spricht für sich." Sportdirektor Rouven Schröder warnte unterdessen, dass Konkurrenten wie Mainz, Heidenheim und der FC St. Pauli an Form gewinnen und Punkte sammeln. "Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen", betonte er, während er einräumte, dass der Verein sich erneut in einem Abstiegskampf wiederfindet – ein bekanntes Muster der letzten Jahre.
Trotz des Rückschlags hat Gladbach noch die Chance, in der Schlussphase an 1. FC Köln (20 Punkte), Hamburger SV (18 Punkte) und Werder Bremen (18 Punkte) vorbeizuziehen. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge – FC St. Pauli und Heidenheim, beide mit 13 Punkten – bleibt knapp.
Mit der Niederlage rutscht die Mannschaft auf Platz 11 ab, und die aktuelle Form gibt Anlass zur Sorge. Um den Klassenerhalt zu sichern, sind in den verbleibenden Spielen deutlich bessere Leistungen nötig. Der Fokus liegt nun darauf, defensive Fehler abzustellen und die Ergebnisse zu wenden.
