Gianni Versace: Paris feiert den rebellischen Modemacher in spektakulärer Retrospektive
Moritz RichterGianni Versace: Paris feiert den rebellischen Modemacher in spektakulärer Retrospektive
Große Gianni-Versace-Retrospektive eröffnet im Musée Maillol in Paris
Das Musée Maillol in Paris zeigt ab Freitag, dem 3. Juli, eine umfassende Retrospektive des Modedesigners Gianni Versace – die erste Modeausstellung des Museums überhaupt, das sich sonst auf Skulpturen und Fotografie spezialisiert hat. Die Schau läuft bis zum 6. September 2023.
Präsentiert werden fast 100 Outfits auf Mannequins entlang eines nachgebauten Laufstegs, thematisch geordnet und mit Kreationen, die von Lady Diana, Elton John, Madonna, Grace Jones und Demi Moore getragen wurden. Ein markantes Manko: Das berühmte „Sicherheitsnadel-Kleid“, das durch Elizabeth Hurley weltbekannt wurde, fehlt. Kurator Karl von der Ahé bestätigte, dass es derzeit nicht auffindbar sei.
Insgesamt sind rund 450 Exponate zu sehen – von Schmuck und Wohnaccessoires bis hin zu seltenen Videointerviews. Die Ausstellung setzt sich auch mit Versaces umstrittenen Entwürfen auseinander und widmet dem Streit, ob sein Werk „Chic oder grausam?“ war, einen eigenen Bereich. Kuratiert wurde die Schau von von der Ahé und Saskia Lubnow; initiiert wurde das Projekt von der Berliner Agentur Dreamrealizer.
Versace präsentierte 1989 erstmals Haute Couture in Paris – sein Debüt gab er im Hotel Ritz. Die Retrospektive würdigt seine mutigen, grenzenverschiebenden Designs, die eine ganze Modeepoche prägten.
Die Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in Versaces einflussreiche Karriere, in der Hochmode und gesellschaftlicher Kommentar verschmolzen. Besucher erwarten fast 100 Outfits und Hunderte von Exponaten, wobei das Fehlen des „Sicherheitsnadel-Kleids“ weiterhin Gesprächsstoff bleibt. Die Schau ist noch bis zum 6. September 2023 zu sehen.






