03 March 2026, 03:38

Gewalt gegen Bahnmitarbeiterinnen: "Nie vergessen – hier arbeitet eine Frau!"

Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Zugunfalls mit Menschen in Helmen drumherum, Strommasten, Bäume, Gebäude und einen klaren Himmel im Hintergrund.

Gewalt gegen Bahnmitarbeiterinnen: "Nie vergessen – hier arbeitet eine Frau!"

"Nie vergessen: Hier arbeitet eine Frau!" – Gewerkschaftskampagne macht auf Gewalt gegen Bahnbeschäftigte aufmerksam

Eine neue Gewerkschaftsinitiative rückt die Gefahren ins Licht, denen Zugbegleiterinnen und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst ausgesetzt sind. Die unter dem Motto "Nie vergessen: Hier arbeitet eine Frau!" stehende Kampagne fordert ein größeres Bewusstsein für Arbeitsplatzgewalt. Die erschütternden Erlebnisse einer Zugbegleiterin haben das Problem nun drastisch vor Augen geführt.

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Mandy Brune, eine Zugbegleiterin, wurde während ihres Dienstes wiederholt verbal bedroht und mit Gewalt konfrontiert. Besonders belastend sei für sie die Gleichgültigkeit der Umstehenden, obwohl sie ihren Beruf liebe, berichtet sie. Ihre Geschichte steht nun im Mittelpunkt der Gewerkschaftsforderungen nach Veränderung.

Allein in Hessen registrierte die Polizei im Jahr 2023 204 Angriffe auf Bahnbeschäftigte. Bundesweite Zahlen fehlen, doch das Ausmaß des Problems ist unbestritten. Neithard von Böhlen, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Nordrhein-Westfalen, fordert dringend Gegenmaßnahmen: Dazu zählen unter anderem Doppelte Besetzungen auf Zügen, Körperkameras für Beschäftigte sowie eine spezialisierte Staatsanwaltschaft für solche Fälle.

Die Kampagne zielt zudem darauf ab, Fahrgäste zum Einschreiten zu ermutigen, wenn sie Zeugen von Übergriffen werden. Brune und weitere Kolleginnen – wie ein Zugbegleiter aus Saerbeck – fordern bessere Schutzmechanismen am Arbeitsplatz. Ihr Ziel: Keine Beschäftigte soll Gewalt allein ausgesetzt sein.

Die Gewerkschaft will damit nicht nur die Gewalt gegen Bahnbeschäftigte eindämmen, sondern auch das Engagement von Passagieren stärken. Konkrete Forderungen wie Körperkameras und rechtliche Reformen liegen nun auf dem Tisch. Sollte die Kampagne erfolgreich sein, könnte sie die Sicherheitsstandards für Beschäftigte im öffentlichen Dienst in ganz Deutschland neu definieren.