05 January 2026, 18:14

Gericht blockiert Airbnb-Dokumente für Betriebsratswahl in Köln

Eine Ausstellung mit einem Tisch, auf dem verschiedene Landesflaggen, eine Box, Papiere und ein Banner liegen, eine Kugel zur Linken, ein Anschlagbrett mit einigen Leuten zur Rechten und mehrere Tische und Stühle zur Linken.

Gericht blockiert Airbnb-Dokumente für Betriebsratswahl in Köln

Kölner Gericht stoppt vorläufig Übergabe wichtiger Unterlagen von Airbnb für Betriebsratswahlen

Ein Gericht in Köln hat Airbnb vorläufig untersagt, entscheidende Dokumente herauszugeben, die für die Wahl eines Betriebsrats benötigt werden. Das Urteil betrifft den Standort des Unternehmens in Köln, wo Mitarbeiter seit über zwei Jahren auf eine Interessenvertretung drängen. Die Gewerkschaft Verdi wirft dem Unternehmen vor, die Ausübung der Mitbestimmungsrechte gezielt zu behindern.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Weigerung von Airbnb, Mitarbeiterlisten bereitzustellen, die für Wahl- und Kandidaturrechte unerlässlich sind. Ohne diese Unterlagen können die Organisatoren nicht feststellen, wer wahlberechtigt ist. Zudem drohte die Fluggesellschaft Mitgliedern des Wahlvorstands mit Schadensersatzklagen.

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Verdi argumentiert, der Fall zeige den dringenden Bedarf an einer zeitgemäßen Auslegung des deutschen Betriebsverfassungsgesetzes. Die Gewerkschaft sieht in den Taktiken von Airbnb einen Teil einer umfassenderen Strategie, um die Bildung eines Betriebsrats zu verhindern. Ryanair-Chef Michael O’Leary hatte zuvor den Vorstoß angeführt, die Anwendung des Gesetzes auf den Kölner Standort vor der Hauptverhandlung im September anzufechten.

Die Mitarbeiter hatten ihre Kampagne für einen Betriebsrat vor zweieinhalb Jahren gestartet. Die einstweilige Verfügung verzögert den Prozess weiter, doch Verdi bleibt zuversichtlich im Hinblick auf die vollständige gerichtliche Prüfung.

Im September wird entschieden, ob Airbnb am Standort Köln deutsche Arbeitsgesetze einhalten muss. Bis dahin ruht das Wahlverfahren. Arbeiter und Gewerkschaftsvertreter fordern weiterhin fairen Zugang zu den für die Abstimmung notwendigen Unterlagen.