17 February 2026, 04:08

Gemeinsame Razzia in NRW deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf

Ein Lkw in einer Garage geparkt, mit einem gelben Tuch bedeckt, umgeben von verstreuten Werkzeugen und Gegenständen auf dem Boden.

Gemeinsame Razzia in NRW deckt massive Verstöße gegen Arbeitsrecht auf

Gemeinsame Razzia von Zoll und Polizei in Nordrhein-Westfalen deckt mutmaßliche Verstöße gegen Arbeitsrecht auf

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Bei einer gemeinsamen Aktion von Zollbeamten und der Polizei in Nordrhein-Westfalen sind mehrere Fälle von mutmaßlichen Verstößen gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Die Kontrollen fanden am 9. Februar 2026 im Rahmen einer europaweiten Großoffensive gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug statt. Im Zuge der koordinierten Maßnahme wurden 26 Arbeitgeber und 32 Beschäftigte überprüft.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Krefeld arbeitete dabei mit der Polizei Mönchengladbach zusammen. Die Aktion war Teil der europäischen Initiative ROADPOL, in der Verkehrspolizeien aus ganz Europa zusammenarbeiten, um grenzüberschreitende Straftaten zu bekämpfen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Bei den Kontrollen stellten die Behörden 9 Fälle von mutmaßlichem Lohnvorenthalt und Untreue fest. Zudem wurden 5 mögliche Fälle von Sozialleistungsbetrug, 3 Verdachtsfälle auf Verstöße gegen den Mindestlohn sowie ein Fall von illegaler Arbeitnehmerüberlassung aufgedeckt. Vier Arbeitgeber hatten zudem die gesetzlich vorgeschriebene Sofortmeldung bei Neueinstellungen nicht vorgenommen.

An ROADPOL beteiligen sich alle EU-Mitgliedstaaten sowie die Schweiz, Norwegen, Serbien und die Türkei. Während die Teilnahme je nach Kampagne variiert, werden die für Februar, Mai und November 2026 geplanten Lkw- und Bus-Kontrollwochen von EU-Ländern sowie der Schweiz, Serbien und der Türkei unterstützt. Die Ergebnisse der aktuellen Aktion werden nun an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Mönchengladbach zur weiteren Prüfung übergeben.

Die Maßnahme unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit und Arbeitsbetrug in Deutschland zu bekämpfen. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob Anklagen gegen die betroffenen Arbeitgeber und Beschäftigten erhoben werden. Die Erkenntnisse fließen zudem in die übergeordnete Mission von ROADPOL ein, arbeits- und verkehrsrechtliche Vorschriften in ganz Europa durchzusetzen.