17 April 2026, 08:08

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Fund löst Großeinsatz der Feuerwehr aus

Ein grosser Raum voller verstreuter Abfälle, darunter Plastikfolien, Behälter, Holzobjekte und Trümmer, mit Text an einer linken Wand und Metallstangen auf dem Dach.

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Fund löst Großeinsatz der Feuerwehr aus

Gefahrguteinsatz in Schwelm nach Fund quecksilberhaltiger Stoffe

Am 12. September 2025 kam es in Schwelm zu einem Gefahrguteinsatz, nachdem in einem Wohnhauskeller eine unbekannte Substanz entdeckt worden war. Die Feuerwehr rückte umgehend in die Schützenstraße aus, wo ein kleiner Behälter mit beschädigtem Quecksilber und chemischen Reagenzien ausgelaufen war. Die Behörden leiteten sofort Maßnahmen ein, um die Umgebung abzusichern und Anwohner zu schützen.

Ausgelöst wurde der Einsatz, als die Rettungskräfte über eine mögliche chemische Gefahr informiert wurden. Jan Poschmann, der Einsatzleiter vor Ort, übernahm nach seiner Ankunft die Koordination, teilte das Gelände in Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der umliegenden Bewohner an. Ein beheizter Einsatzleitwagen (VER) wurde auf dem Parkplatz eines Supermarkts positioniert, um den Betroffenen vorübergehend Unterkunft zu bieten.

Da sich die Lage zuspitzte, trafen Verstärkungskräfte ein. Oliver Dag, Leiter der Feuerwehr, und sein Stellvertreter Markus Kosch unterstützten die Einsatzkräfte bei der Risikobewertung und Abstimmung der Maßnahmen. Ein Gefahrgutberater sowie ein Messfahrzeug für chemische Stoffe wurden aus Gevelsberg angefordert, während nach Identifizierung der Substanz ein Quecksilber-Bindemittelset aus Wuppertal angefordert wurde.

Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Feuerwehrleute und bis zu zwölf Fahrzeuge im Einsatz, zusätzlich zu Reserven, um die grundlegende Notfallversorgung aufrechtzuerhalten. Ein Team in Vollschutzanzügen und mit Atemschutzgeräten barg das ausgetretene Quecksilber vorsichtig und sicherte es in speziellen Behältern. Vor Ort wurde eine Dekontaminationsstation eingerichtet, um die Einsatzkräfte vor ihrem Abzug zu reinigen.

Nach der Eindämmung der akuten Gefahr wurde die Einsatzstelle an ein Fachunternehmen für die Reinigung übergeben. Dessen Aufgabe bestand darin, verbliebene Chemikalien, kontaminiertes Material und mögliche Restgefahren sicher zu entfernen.

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Der Einsatz endete mit der erfolgreichen Bergung und Entsorgung des Quecksilbers. Die evakuierten Anwohner durften zurückkehren, nachdem die Zone für sicher erklärt worden war. Weitere Sanierungsarbeiten wird das spezialisierte Reinigungsteam durchführen, um sicherzustellen, dass keine langfristigen Risiken bestehen.

Quelle