Gastronomie drohen drastische Preiserhöhungen durch Rückkehr zur alten Mehrwertsteuer
Moritz RichterGastronomie drohen drastische Preiserhöhungen durch Rückkehr zur alten Mehrwertsteuer
Die deutsche Regierungskoalition hat einen Vorschlag abgelehnt, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten beizubehalten. Die temporäre Senkung, die 2020 eingeführt worden war, sollte eigentlich Ende dieses Jahres auslaufen. Kritiker warnen nun vor drastischen Preiserhöhungen und schweren wirtschaftlichen Folgen für die Gastronomiebranche.
Die damalige Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants im Juni 2020 von 19 auf 7 Prozent gesenkt, um die finanziellen Belastungen während der Pandemie abzumildern. Seither sind die Preise in Gastronomiebetrieben jedoch bereits um 20 Prozent gestiegen.
Die aktuelle Koalition hat Forderungen, den niedrigeren Steuersatz dauerhaft beizubehalten, nun endgültig zurückgewiesen. Gerlinde Steingruber, Vorsitzende des MIT-Kreisverbands Solingen, verurteilte die Entscheidung scharf. Sie argumentierte, dass die Rückkehr zur alten Mehrwertsteuer von 19 Prozent zum 1. Januar 2024 für die Betriebe katastrophale Folgen hätte.
Steingruber wies zudem auf die weiteren Risiken hin und warnte vor verheerenden Auswirkungen auf Gesellschaft, Staat und Gastronomie. Angesichts der drohenden Steuererhöhung könnten die Restaurantpreise um weitere 12 Prozent steigen. Trotz des Widerstands forderte sie die Koalition auf, die Entscheidung vor dem Stichtag noch einmal zu überdenken.
Die Mehrwertsteuererhöhung soll am 1. Januar 2024 in Kraft treten. Ohne eine Kehrtwende drohen den Restaurants höhere Kosten, und die Gäste müssen mit deutlich teureren Speisekarten rechnen. Die Branche steht damit vor weiteren finanziellen Belastungen.






