17 April 2026, 10:08

Gamescom 2024: Neue Umfrage enthüllt Einsamkeit und Extremismus unter Hardcore-Gamern

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zu einem Gesetzesentwurf zur Verbannung des Internets.

Gamescom 2024: Neue Umfrage enthüllt Einsamkeit und Extremismus unter Hardcore-Gamern

Die Gamescom, die größte Spielemesse der Welt, öffnet diese Woche in Köln ihre Tore. Von Mittwoch bis Sonntag wird die Veranstaltung Hunderttausende Besucher anziehen. Doch eine neue Umfrage deckt besorgniserregende Einstellungen unter passionierten Gamern auf – darunter weitverbreitete Einsamkeit, Feindseligkeit und extremistische Ansichten.

Drei Viertel der Hardcore-Gamer sind Männer, 55 Prozent von ihnen sind zwischen 16 und 34 Jahre alt. Die Umfrage ergab, dass sich 58 Prozent moderat oder stark einsam fühlen. Viele sind zudem regelmäßig online Belästigungen ausgesetzt: 38 Prozent berichten von häufigen Beleidigungen während des Spielens.

Verbale Angriffe sind weit verbreitet – 14 Prozent aller befragten Spieler gaben an, oft oder sehr oft zum Ziel zu werden. Die Drohungen reichen von körperlicher Gewalt bis hin zu Vergewaltigung, wobei besonders marginalisierte Gruppen betroffen sind. Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Haltungen sind unter engagierten Gamern weit verbreitet.

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Auch extremistische Einstellungen kamen in der Studie ans Licht: Eine beunruhigende Zahl von 43 Prozent stimmte der Aussage zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Politisches Engagement ist ebenfalls bemerkenswert – 27 Prozent haben im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen.

Die Gamescom findet statt, während die Branche mit toxischem Verhalten in ihrer Community konfrontiert ist. Die Messe wird neue Titel und Innovationen präsentieren, doch die Umfrage unterstreicht anhaltende Herausforderungen. Veranstalter und Entwickler könnten sich zunehmend mit diesen Problemen auseinandersetzen müssen, da der kulturelle Einfluss von Gaming weiter wächst.

Quelle