20 February 2026, 10:09

Fünf Städte in NRW starten digitale Plattform für besseren Datenaustausch

Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Strommasten, Verkehrszeichen, Gebäuden mit Schildern, Topfpflanzen und einem bewölkten Himmel.

Fünf Städte in NRW starten digitale Plattform für besseren Datenaustausch

Mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen haben sich zusammengeschlossen, um eine gemeinsame digitale Plattform namens Urban Stack zu nutzen. Der Kreis Gütersloh sowie die Kommunen Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Detmold unterzeichneten eine Vereinbarung zur gemeinsamen Nutzung des Systems. Ziel der Initiative ist es, die Abhängigkeit von externen Technologieunternehmen zu verringern und gleichzeitig den Datenaustausch zwischen den lokalen Behörden zu verbessern.

Ursprünglich wurde der Urban Stack vom Kreis Gütersloh entwickelt, um Städten und Gemeinden eine effizientere Verwaltung und den Austausch von Daten zu ermöglichen. Die Plattform umfasst ein Open-Data-Portal, das Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu öffentlichen Informationen bietet. Erste Anwendungen konzentrieren sich auf sensorbasierte Messungen, insbesondere Wetterdaten, die von intelligenten Wetterstationen erfasst werden.

Jede teilnehmende Kommune zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto), die die technische Einrichtung und Integration der Wettersensoren abdeckt. Trotz der gemeinsamen Nutzung behält jede Gemeinde die volle Kontrolle über ihre eigenen Daten und entscheidet eigenständig, wer darauf zugreifen darf.

Die Pilotphase des Projekts läuft bis Ende 2026 und wird im Rahmen der "Smart-City"-Initiative des Bundes gefördert. Der Kreis Gütersloh hat den Urban Stack auch anderen Kommunen zur Mitnutzung angeboten, um eine gemeinsame Weiterentwicklung zu fördern. Bisher haben sich jedoch keine weiteren Städte oder Kreise außerhalb der ursprünglichen Gruppe offiziell angemeldet.

Die Kooperationsvereinbarung ermöglicht es den fünf Kommunen, digitale Dienstleistungen gemeinsam aufzubauen, ohne dabei die Datensouveränität aufzugeben. Mit dem Fokus auf Wetterdaten und offenen Zugang könnte der Urban Stack als Vorbild für andere Regionen dienen. Vorerst bleibt das Projekt jedoch auf die ursprünglichen Partner beschränkt – zumindest bis 2026.

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