23 March 2026, 14:08

Führerschein-Betrug in Bielefeld: Falsche Identitäten für Theorieprüfungen verkauft

Ein Mann in einem weißen Hemd und dunklen Hosen sitzt an einem Tisch mit gefalteten Händen, zeigt einen ernsten Gesichtsausdruck, mit dem Text "Die Rasenbetrüger" unten.

Führerschein-Betrug in Bielefeld: Falsche Identitäten für Theorieprüfungen verkauft

Fünf Personen aus Bielefeld und Werther müssen sich wegen des Betrugs mit Theorieprüfungen für den Führerschein vor Gericht verantworten. Zwischen Februar 2022 und Juli 2025 sollen sie unter falscher Identität Prüfungen im Auftrag anderer – gegen Bezahlung – abgelegt haben. Der Prozess vor dem Landgericht Bielefeld soll noch bis Ende Mai dauern.

Die Gruppe wird beschuldigt, Doubles organisiert zu haben, die den eigentlichen Prüflingen stark ähnelten. Diese Stellvertreter legten die Theorieprüfungen gegen Zahlungen zwischen 1.100 und 2.000 Euro pro Versuch ab. Insgesamt soll das System etwa 35.000 Euro eingebracht haben.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem Netzwerk vor, 71 Fälle bearbeitet zu haben, wobei 14 vor der Durchführung gestoppt wurden. Ein Angeklagter gilt als Drahtzieher der gesamten Operation. Der Betrug flog im Zuge anderer Ermittlungen des Landgerichts Hannover auf.

Den fünf Beschuldigten wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen, wofür Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren drohen. Einige von ihnen haben bereits Vorstrafen wegen ähnlicher Delikte, andere stehen in separaten Verfahren unter Beobachtung. Bisher sind keine weiteren laufenden Ermittlungen gegen sie bekannt.

Der Prozess erstreckt sich über acht Verhandlungstage und soll bis Ende Mai abgeschlossen sein. Bei einer Verurteilung müssen die Angeklagten mit langen Haftstrafen rechnen. Der Fall zeigt die Gefahren von Identitätsbetrug in offiziellen Prüfungssystemen auf.

Quelle