Finanzkrise bei VHS Lünen: Integrationskurse durch BAMF-Verzögerungen bedroht
Moritz RichterFinanzkrise bei VHS Lünen: Integrationskurse durch BAMF-Verzögerungen bedroht
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird die Erstattungen für Integrationskurse voraussichtlich verzögern – eine Maßnahme, die Kommunen und Kursanbieter wie die Volkshochschule (VHS) Lünen in finanzielle Bedrängnis bringt. Mehr als 50 Organisationen, darunter Flüchtlingsräte, fordern eine nachhaltige Reform des Finanzierungssystems, um Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete wirksam zu unterstützen.
Die VHS Lünen, die Beratungen zur Anerkennung von Qualifikationen und zu Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, sieht sich mit ungedeckten Kosten für Räumlichkeiten und Verwaltung konfrontiert. Zudem wurden Wiederholungsstunden gestrichen. Allein 2024 führte das Zentrum fünf Integrationskurse mit 105 Teilnehmenden durch. Direktor Björn Falke warnt vor steigenden Kosten und wachsender Bürokratie, die diese wichtigen Angebote belasten.
Auf der landesweiten Integrationskonferenz des Landesverbands der Volkshochschulen NRW, die am 18. und 19. November 2025 in Köln stattfindet, werden diese Themen vertieft diskutiert. Weitere Informationen und die gemeinsame Stellungnahme der Verbände sind unter www.vhs-nrw.de/presse abrufbar.
Die verzögerten Erstattungen und der finanzielle Druck gefährden die Stabilität von Kommunen und Integrationskursanbietern wie der VHS Lünen. Angesichts der Forderungen von über 50 Organisationen nach einer Reform soll die anstehende Konferenz in Köln Lösungen erarbeiten, um die Unterstützung für Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete langfristig zu sichern.
