18 February 2026, 02:05

Feuer, Tradition und Abschied: Kölns Nubbel brennt für den Karnevalsausklang

Eine große Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Bäumen, Pfählen und Lichtern entlanggeht, mit einer Statue und Gebäuden im Hintergrund, unter einem bewölkten Himmel mit Ballons, während des Berliner Christopher Street Day.

Nubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Feuer, Tradition und Abschied: Kölns Nubbel brennt für den Karnevalsausklang

Kölner Straßen füllen sich zum "Nubbel-Brennen" – ein jahrhundertealter Karnevalsabschluss

Am Dienstagabend strömten die Menschen in Köln auf die Straßen, um mit der jahrhundertealten Tradition des Nubbel-Brennens das Ende des Karnevals zu feiern. In den Stadtteilen ging eine riesige Strohpuppe, der sogenannte Nubbel, in Flammen auf – ein Symbol für die Vertreibung des Winters und den Beginn der Fastenzeit. Das Ritual, das im 19. Jahrhundert aus rheinischen Bräuchen entstand, ist bis heute ein lebendiger Teil der lokalen Kultur.

Die Tradition des Nubbel-Brennens hat ihren Ursprung im Rheinisch-Bergischen Kreis des 19. Jahrhunderts. Ursprünglich ein ländlicher Brauch, bei dem am Aschermittwoch eine Strohpuppe verbrannt wurde, um böse Geister zu vertreiben und den Frühling willkommen zu heißen, verbreitete sich der Brauch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Köln. Hier entwickelte er sich zu einem zentralen Karnevalshöhepunkt, bei dem satirische Figuren aktuelle Themen aufgreifen.

Der Nubbel selbst – eine Strohpuppe, die während des Karnevals über Kneipentüren hängt – steht für die Sünden und Ausschweifungen der närrischen Tage. Am Dienstag versammelten sich die Menschen auf Plätzen und in Straßen, um dem Feuer beizuwohnen und damit offiziell das Ende der Feierlichkeiten zu besiegeln. Die Flammen markieren nicht nur das Ausklingen des Karnevals, sondern auch den Beginn der Fastenzeit, einer Phase der Besinnung und des Verzichts.

Auch das benachbarte Düsseldorf pflegt eine ähnliche Tradition, allerdings mit eigenem Charakter: Dort wird die Strohfigur Hoppeditz am Aschermittwoch verbrannt, um dann symbolisch am 11. November "wiederzuerstehen", wenn die Vorbereitungen für den nächsten Karneval beginnen.

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Das Nubbel-Brennen in Köln bleibt ein Ritual, das Geschichte und moderne Feierkultur verbindet und die Gemeinschaft zusammenführt. Während die Asche der Puppe niederrieselt, wendet sich die Stadt vom bunten Karnevalstreiben der stilleren Fastenzeit zu. Die über Generationen weitergegebene Tradition ist bis heute ein prägender Moment im rheinischen Kulturkalender.