Fedele Maura Friede erhält das erste Peters-Messer-Stipendium der Stadt Viersen
Moritz RichterFedele Maura Friede erhält das erste Peters-Messer-Stipendium der Stadt Viersen
Fedele Maura Friede erhält das neu geschaffene Peters-Messer-Stipendium der Stadt Viersen. Die 27-jährige Künstlerin, die vor allem für ihre Arbeiten auf Papier bekannt ist, wird ab dem 1. August 2024 in der Region leben und arbeiten. Die Entscheidung für sie fiel einstimmig durch die Stipendienjury.
Friede, 1997 in Holzminden geboren, wuchs in Höxter und Karlsruhe auf, bevor sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studierte. Zwischen 2016 und 2018 schloss sie ihr Studium in Malerei und Grafik mit Auszeichnung ab. In diesem Jahr erhielt sie zudem den 8. Horst-Janssen-Grafikpreis und präsentierte eine Einzelausstellung in der Hamburger Kunsthalle.
Das Peters-Messer-Stipendium wurde offiziell am 3. Juli 2024 ins Leben gerufen, um aufstrebende Künstler:innen mit Schwerpunkt auf grafischem Schaffen zu fördern. Friede wird in einer renovierten Wohnung im Süchtelner Weberhaus wohnen, wo sie neue Projekte entwickeln möchte. Während ihres Aufenthalts wird sie sich mit dem Konzept des Randes auseinandersetzen – ein Thema, das durch den Kontrast zwischen der weiten Niederrhein-Landschaft und der dichten Urbanität Leipzigs inspiriert ist.
Bei der Verleihungsfeier begrüßte Sabine Anemüller, Bürgermeisterin von Viersen, Friede in einer Rede. Das Stipendium soll die Verbindung zwischen Künstler:innen und der grafischen Sammlung der Stadt stärken und bietet sowohl kreative Freiheit als auch institutionelle Unterstützung.
Friedes Stipendium begann am 1. August und stellt ihr für die kommenden Monate einen Arbeitsraum sowie eine Unterkunft zur Verfügung. Ihre Auseinandersetzung mit dem Rand wird voraussichtlich von den Landschaften der Region und ihrer bisherigen akademischen Ausbildung geprägt sein. Die Stadt erhofft sich, dass ihre Arbeit zum wachsenden Ruf Viersens als Zentrum für zeitgenössische Grafikkunst beitragen wird.






