FDP-Solingen befragt Bürger zu umstrittenem Radweg-Projekt in Ohligs und Mitte
Lukas WolfFDP-Solingen befragt Bürger zu umstrittenem Radweg-Projekt in Ohligs und Mitte
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Solingen hat eine Umfrage gestartet, um die öffentliche Meinung zu einer geplanten Fahrradroute in den Stadtteilen Ohligs und Mitte einzuholen. Das Projekt könnte den Wegfall von 345 Parkplätzen bedeuten und löst bei Anwohnern Bedenken hinsichtlich des Verkehrsaufkommens und des Parkdrucks aus.
Die FDP führte vor Ort eine Befragung durch und erstellte einen Online-Fragebogen, um Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu sammeln. Die geplante Radstrecke soll entlang der Viehbachtalstraße (L141n), der Kamper Straße, der Beethovenstraße und der Kronprinzenstraße verlaufen.
Horst Janke, Bezirksvertreter der FDP in Mitte, betonte, dass eine Entscheidung nur im Einvernehmen mit Anwohnern und Unternehmen getroffen werden dürfe. Carsten Raupach, stellvertretender verkehrspolitischer Sprecher der Partei, ergänzte, dass die Verkehrswende nicht um jeden Preis erfolgen solle – insbesondere nicht zu Lasten derer, die auf das Auto angewiesen seien.
Grundsätzlich befürwortet die FDP den Ausbau der Radinfrastruktur, besteht jedoch darauf, dass ausreichend Parkmöglichkeiten erhalten bleiben müssen. Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender, bestätigte, dass die Partei nach Auswertung der Ergebnisse die Bürgervorschläge prüfen und gegebenenfalls Änderungen einreichen werde. Der Online-Fragebogen bleibt noch einige Wochen für Antworten geöffnet.
Die Auswertung der Umfrage steht kurz bevor. Die endgültige Entscheidung über die Fahrradroute hängt von den Rückmeldungen der Bevölkerung und möglichen Anpassungen ab. Die FDP strebt einen Ausgleich zwischen dem Ausbau des Radverkehrs und den Bedürfnissen von Autofahrern sowie lokalen Unternehmen an.
