FDP fordert verpflichtende Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
Moritz RichterFDP fordert verpflichtende Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
FDP-Chef Christian Dürr schlägt verbindliche Deutschtests für alle Vierjährigen in Deutschland vor. Das Vorhaben zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Kinder die Grundschule mit ausreichenden Sprachkenntnissen beginnen. Dürr argumentiert, dass mangelnde Deutschkompetenz die gesamte Schullaufbahn eines Kindes beeinträchtigen könne.
Laut Dürrs Plan sollen die Tests zwei Jahre vor Schulbeginn durchgeführt werden. Kinder, die durchfallen, würden verpflichtende Sprachförderung erhalten und später erneut geprüft. Nur wer den Test besteht, dürfe die Schule besuchen.
Dürr betont, dass die meisten Vierjährigen bereits über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten, um solche Tests sinnvoll durchzuführen. Er warnt, dass Sprachdefizite die Bundesländer zwingen, Lehrpläne zu vereinfachen – und verweist auf Niedersachsens Entscheidung, die schriftliche Division wegen Sprachproblemen der Schüler abzuschaffen.
Der Politiker kritisierte zudem den Vorschlag Nordrhein-Westfalens, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Kinder zuzulassen. Er unterstrich, dass schwache Deutschkenntnisse langfristige Nachteile für den schulischen Erfolg der Kinder mit sich brächten.
Stand Februar 2026 haben elf der 16 Bundesländer noch immer keine konkreten Pläne oder Gesetze für vorschulische Sprachstandstests. Dürrs Initiative zielt direkt auf diese Lücke ab und fordert bundesweite Standards.
Der FDP-Plan sieht vor, dass alle Vierjährigen vor der Einschulung ihre Deutschkenntnisse nachweisen müssen. Kinder, die den Test nicht bestehen, erhielten zusätzlichen Unterricht und eine Nachprüfung. Ohne gezielte Maßnahmen, warnt Dürr, würden Sprachlücken weiterhin die Bildungsstandards in ganz Deutschland schwächen.
