Fahrzeuglogistik im Wandel: Wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung die Branche prägen
Lukas WolfFahrzeuglogistik im Wandel: Wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung die Branche prägen
Branchenführer trafen sich kürzlich auf einer Konferenz, um die Herausforderungen in der Fahrzeuglogistik und im Supply-Chain-Management zu erörtern. Experten führender Automobilhersteller und Logistikunternehmen teilten ihre Erkenntnisse zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung und langfristigen Partnerschaften mit.
Oliver Bronder, Geschäftsführer der Fahrzeuglogistik bei der VW Group Logistics, betonte die Notwendigkeit größerer Nachhaltigkeit im Transportwesen. Zudem unterstrich er die Bedeutung des Besitzes eigener Vermögenswerte anstelle der Abhängigkeit von Drittanbietern. Torsten Müller, Senior Director Supply Chain International bei Audi, hob den Wert von Investitionen in Partnerschaften hervor, um die Digitalisierung voranzutreiben und die Unterstützung der Aktionäre zu sichern.
Levent Yuksel, Director Freight Operations bei Jaguar Land Rover (JLR), forderte neue Kooperationsmethoden, um die Effizienz zu steigern und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Jean-Marc Carlicchi, Vizepräsident Supply Chain Engineering bei der Renault Group, sprach sich für einen ganzheitlichen Ökosystem-Ansatz aus, um widerstandsfähige und kosteneffiziente Lieferketten aufzubauen.
Andreas Enger, CEO von Höegh Autoliners, warnte davor, zerstörerische Branchenzyklen zu wiederholen. Auf der Konferenz wurde zudem erörtert, wie die Beziehungen zwischen Herstellern und Logistikdienstleistern ausgebaut werden können, um langfristige Investitionen und gegenseitigen Nutzen zu fördern. Henner Lehne, Vizepräsident Global Vehicle Forecasting bei S&P Global Mobility, lieferte Markteinblicke, die Produktions- und Lieferkettenprognosen prägen.
Sabine Isenbort, Managerin Inbound Logistics Operations bei Ford Europa, ermutigte Frauen in der Branche, eine positive Einstellung für ihre Karriereentwicklung zu übernehmen. Gabriel Werner, Vizepräsident Manufacturing bei Blue Yonder, diskutierte das transformative Potenzial von KI und betonte, dass deren Vorteile von einem fundierten Datenverständnis abhängen. Automobilhersteller chartern zunehmend eigene Lkw und Schiffe, doch Hafenstaus und Netzwerkineffizienzen bremsen weiterhin die Markteinführungsgeschwindigkeit.
Die Diskussionen konzentrierten sich auf konkrete Maßnahmen zur Steigerung von Effizienz, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit in der Fahrzeuglogistik. Die Experten waren sich einig, dass langfristige Partnerschaften und strategische Investitionen entscheidend sind, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Die Branche sucht weiterhin nach neuen Wegen, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und sich an veränderte Marktanforderungen anzupassen.






