02 February 2026, 16:10

Ex-Guantánamo-Häftling darf nach Deutschland zurückkehren – Gericht hebt Einreiseverbot auf

Eine Gruppe von Menschen steht auf dem Boden, einige halten Taschen, eine Frau hält ein Schild mit der Aufschrift "Der einzige Ort, an dem ein Muslimverbot gebraucht wird, ist Guantanamo" vor einem Metallzaun, Gras, einem Schild, Pfählen, einem Gebäude mit Fenstern und Bäumen.

Gericht hebt Verbot für ehemaligen Guantanamo-Häftling auf - Ex-Guantánamo-Häftling darf nach Deutschland zurückkehren – Gericht hebt Einreiseverbot auf

Ein ehemaliger Häftling des US-Gefangenenlagers Guantánamo Bay könnte bald nach Deutschland zurückkehren, nachdem ein Gericht ein langjähriges Einreiseverbot für Bundesländer in Deutschland aufgehoben hat. Der Mann, der ursprünglich aus Mauretanien stammt, aber inzwischen niederländischer Staatsbürger ist, durfte seit dem Jahr 2000 nicht mehr ins Land einreisen. Sein Fall verdeutlicht den Wandel in der rechtlichen und politischen Haltung Deutschlands gegenüber ehemaligen Guantánamo-Häftlingen.

Der Betroffene war erstmals in den späten 1980er-Jahren nach Deutschland gekommen und hatte bis 1999 eine Aufenthaltserlaubnis. In den frühen 1990er-Jahren schloss er sich in Afghanistan al-Qaida an, kehrte jedoch 1992 nach Deutschland zurück. Später wurde er in Duisburg wegen Sozialbetrugs verurteilt, was 2000 zu seiner Abschiebung und einem unbefristeten Wiedereinreiseverbot führte.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde er im August 2002 in Guantánamo Bay inhaftiert und erst 2016 wieder freigelassen. Nach seiner Rückkehr nach Europa erwarb er die niederländische Staatsbürgerschaft, wodurch das deutsche Einreiseverbot rechtlich hinfällig wurde. 2020 beantragte er eine Befristung des Verbots, doch die Duisburger Kleinanzeigen lehnten seinen Antrag ab.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschied im November 2023 zu seinen Gunsten und verfügte die Aufhebung des Verbots. Die Stadt legte Berufung ein, doch das Oberverwaltungsgericht Münster wies diese zurück und bestätigte das vorherige Urteil. Diese juristische Entwicklung steht im Einklang mit der sich wandelnden Haltung Deutschlands gegenüber ehemaligen Guantánamo-Häftlingen, die sich zunehmend von strengen Sicherheitsbedenken hin zu stärkerer humanitärer Rücksichtnahme verschiebt.

Deutschland hat im Laufe der Jahre mehrere ehemalige Häftlinge aufgenommen, darunter Murat Kurnaz im Jahr 2006 und andere in den 2010er-Jahren. Dennoch bestehen weiterhin Spannungen zwischen Bürgerrechtsaktivisten und Sicherheitsbehörden, wenn es darum geht, Asylschutz und Terrorismusprävention in Einklang zu bringen.

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Mit der Gerichtsentscheidung ist die letzte rechtliche Hürde für seine Rückkehr beseitigt. Als niederländischer Staatsbürger darf er nun ohne Einschränkungen nach Deutschland einreisen. Das Urteil spiegelt die größeren Veränderungen wider, die das Land in der Behandlung von Fällen mit ehemaligen Häftlingen und nationalen Sicherheitsfragen auf Ebay Kleinanzeigen vollzieht.