Ex-Bürgermeister Westphal wechselt zu RWE – und kassiert über 200.000 Euro jährlich
Emma KrauseEx-Bürgermeister Westphal wechselt zu RWE – und kassiert über 200.000 Euro jährlich
Dortmunds Ex-Bürgermeister erhält voraussichtlich über 200.000 Euro als RWE-Aufsichtsrat
Nach seiner Wahlniederlage landet Dortmunds früherer Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) weich: als Aufsichtsratsmitglied des Energiekonzerns RWE.
- Dezember 2025, 14:21 Uhr
Dortmunds ehemaliger Oberbürgermeister Thomas Westphal ist in den Aufsichtsrat von RWE gewechselt. Der Schritt folgt auf seine jüngste Wahlniederlage und bringt ihm ein beträchtliches finanzielles Paket ein. Seine Berufung wirft Fragen nach den Verbindungen zwischen öffentlicher Hand und dem Energieunternehmen auf.
Westphal trat am 3. Mai 2024 dem RWE-Aufsichtsrat bei – kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Amt. Während seiner Amtszeit als Oberbürgermeister musste er alle Einkünfte aus Aufsichtsratsposten an die Stadt abführen. Nun behält er die volle Vergütung, die sich auf 120.000 Euro jährlich für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat sowie zusätzliche 75.000 Euro für seine Arbeit im Prüfungsausschuss beläuft.
Der Wechsel vom Rathaus in den RWE-Aufsichtsrat bedeutet für Westphal eine finanzielle Wende: Die Stadt profitiert nicht mehr von seinen Nebeneinkünften, die nun direkt in seine eigene Tasche fließen. Sein neuer Posten unterstreicht zudem die engen finanziellen Verflechtungen zwischen Dortmund und einem der größten Energiekonzerne Deutschlands.
