Ex-Bahnchef Grube auf Gleisen: Warum ein altes Foto jetzt für Empörung sorgt
Moritz RichterEx-Bahnchef Grube auf Gleisen: Warum ein altes Foto jetzt für Empörung sorgt
Ein Pressebild des ehemaligen Deutsche-Bahn-Chefs Rüdiger Grube, das ihn in einem Gleisbereich zeigt, sorgt für Aufsehen. Eisenbahnmitarbeiter äußerten sich in sozialen Medien empört über die Aufnahme, die während einer Begehung im Jahr 2014 entstanden war. Der Vorfall hat die Debatte über die Sicherheit auf den Gleisen neu entfacht.
Das umstrittene Foto stammt aus dem Juni 2014. Es wurde während Grubes Inspektion von Sturmschäden auf einer Strecke in der Nähe von Ratingen aufgenommen. Seitdem stellt sich die Frage, ob er sich damals im Rahmen seiner dienstlichen Pflichten bewegt hat.
Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei warnen seit Langem vor den Gefahren, die von unbefugtem Betreten der Gleisanlagen ausgehen. Nur geschultes Personal mit entsprechender Sicherheitsunterweisung und unter strengen Auflagen darf die Gleise betreten – so sehen es die Eisenbahn-Betriebsvorschriften vor. Wiederholt haben unbefugte Personen, darunter auch Kinder, die Selfies machen wollten, Zugfahrten unterbrochen und so zu Verspätungen und Ausfällen geführt.
Das Unternehmen reagierte mit der Zusage, das Sicherheitsbewusstsein in der Pressestelle zu stärken. Der Vorfall soll genutzt werden, um auf die Bedeutung der Unfallverhütungsvorschriften hinzuweisen, die vor dem Betreten der Gleise eine spezifische Einweisung vorschreiben.
Das Foto lenkt die Aufmerksamkeit auf die Risiken, die mit dem unbefugten Zutritt zu Gleisanlagen verbunden sind. Die Deutsche Bahn wird künftig die Einhaltung der Sicherheitsprotokolle in ihren Teams noch konsequenter durchsetzen. Die Regelungen bleiben klar: Nur autorisierte und geschulte Personen dürfen unter kontrollierten Bedingungen Gleisbereiche betreten.
