Europäische Razzia in Aachener Gastronomie deckt Ausbeutung und illegale Beschäftigung auf
Jakob MaierEuropäische Razzia in Aachener Gastronomie deckt Ausbeutung und illegale Beschäftigung auf
Zollbeamte in Aachen haben im Rahmen einer europaweiten Razzia gegen Menschenhandel und Arbeitsausbeutung Kontrollen in örtlichen Gastronomiebetrieben durchgeführt. Die Überprüfungen fanden im September während grenzüberschreitender Kontrolltage statt und richteten sich gegen Restaurants und Imbisse in Aachen, Euskirchen und Heinsberg.
Insgesamt wurden in 13 verschiedenen Betrieben 56 Personen überprüft. Die Beamten kontrollierten die Identität von 20 Personen und leiteten 17 eigenständige Ermittlungsverfahren ein. Darunter fielen sechs Fälle illegalen Aufenthalts, vier wegen Beihilfe zu illegalem Aufenthalt, fünf wegen Verstößen gegen den Mindestlohn, drei wegen Lohnbetrugs und zwei wegen nicht dokumentierter Arbeitszeiten.
In Euskirchen erstattete die Polizei drei Strafanzeigen – zwei wegen illegalen Aufenthalts und eine wegen Unterstützung desselben. Bei der Aktion wurde zudem eine gesuchte Person festgenommen und den Behörden übergeben.
Das Hauptzollamt Aachen beteiligt sich regelmäßig an diesen europäischen Aktionstagen und arbeitet dabei mit Polizei, kommunalen Behörden und Justizbehörden zusammen. Ziel ist es, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die in Ausbeutung und illegale Beschäftigung verwickelt sind.
Die Kontrollen führten zu mehreren Ermittlungen und Anzeigen; eine Person wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen. Für weitere Informationen steht Elke Willsch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Aachen, unter der Telefonnummer 0241/9091-4770 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung.






