Essen will Olympische Spiele 2036 oder 2040 holen – Bürgerentscheid steht bevor
Emma KrauseEssen will Olympische Spiele 2036 oder 2040 holen – Bürgerentscheid steht bevor
Essen treibt seine Pläne voran, sich um die Austragung der Olympischen Spiele zu bewerben – möglicherweise für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Bei einem kürzlichen Handballspiel nutzten Stadtvertreter und Vereinsfunktionäre die Bühne, um öffentliche Unterstützung für das ehrgeizige Vorhaben zu mobilisieren. Die Bewerbung soll Sport, Infrastruktur und die städtische Entwicklung in der gesamten Region stärken.
Im Mittelpunkt stand das Heimspiel von TUSEM Essen gegen die VfL Eintracht Hagen. Oberbürgermeister Thomas Kufen, Vereinspräsident Volker Lauer und Geschäftsführer Jonathan Abbenhaus präsentierten gemeinsam das Potenzial der Stadt. Sie betonten, wie die Spiele Essen verändern könnten – von der Förderung des Sports über verbesserte Verkehrsanbindungen bis hin zu engeren Gemeinschaftsstrukturen.
Essen verfügt bereits über vier zentrale Standorte, die für olympische Zwecke genutzt werden könnten: das Stadion an der Hafenstraße, die Grugahalle, die Messe Essen sowie das zum UNESCO-Welterbe zählende Gelände der Zeche Zollverein. Diese Locations würden das Rückgrat der Bewerbung bilden und bieten mit ihrer bestehenden Infrastruktur ideale Voraussetzungen für Großveranstaltungen.
Bisher hat keine deutsche Stadt eine offizielle Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 eingereicht. Dortmund startet am 10. März eine Bürgerabstimmung, während erste Umfragen in Hamburg auf Skepsis in der Bevölkerung stoßen. Essen hingegen geht zügig voran: Der eigene Bürgerentscheid über die olympische Bewerbung ist für den 19. April angesetzt.
Die Abstimmung am 19. April wird entscheiden, ob Essen offiziell ins Rennen geht. Bei Erfolg könnte die Bewerbung langfristige Vorteile bringen – von modernisierten Einrichtungen bis hin zu globaler Sichtbarkeit. Nun wartet die Stadt darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr Votum abgeben.






