27 December 2025, 02:04

Essen diskutiert striktes Handyverbot an Schulen gegen Cybermobbing und Ablenkung

Ein Junge hält ein Handy vor einer Wand.

Essen diskutiert striktes Handyverbot an Schulen gegen Cybermobbing und Ablenkung

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat strengere Regeln für die Handynutzung an Schulen gefordert. Sein Argument: Ein Verbot der Geräte während der Schulzeit könnte Cybermobbing eindämmen und die Konzentration im Unterricht steigern. Zudem betont er die Notwendigkeit einer besseren digitalen Bildung in den Schulen.

Kufen plädiert dafür, dass Smartphones weder in Klassenzimmern noch auf Schulhöfen während des Unterrichts oder der Pausen genutzt werden dürfen. Dies solle Ablenkungen verringern und ein sicheres Lernumfeld für die Schüler schaffen. Der Oberbürgermeister unterstrich zudem, dass die Vermittlung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Smartphones eine gemeinsame Aufgabe von Schulen und Eltern sei.

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Laut Kufen sollte Medienkompetenz fest im Lehrplan verankert werden. Schulen bräuchten die passenden digitalen Werkzeuge und eine zuverlässige Internetverbindung. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Debatte über die Handynutzung an Schulen bundesweit an Fahrt aufnimmt – auch wenn in Essen bisher keine konkreten Schulen solche Regeln umsetzen. Während Kufens Vorschlag sich auf Essen konzentriert, gibt es ähnliche Diskussionen auch in anderen Regionen. Bundesländer wie Baden-Württemberg haben bereits strengere Smartphone-Regelungen erprobt. Bisher wurden jedoch keine Essener Schulen oder Schulleitungen genannt, die eine Umsetzung planen.

Mit seiner Initiative für schärfere Handyvorgaben will Kufen Cybermobbing bekämpfen und die Lernbedingungen verbessern. Dazu müssten Schulen Medienkompetenz-Unterricht einführen und bessere digitale Ressourcen bereitstellen. Der Erfolg solcher Maßnahmen hängt letztlich von der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Eltern und Bildungspolitikern ab.