E.ON sammelt 1,6 Mrd. Euro ein – doch die Aktie polarisiert Analysten
Moritz RichterE.ON sammelt 1,6 Mrd. Euro ein – doch die Aktie polarisiert Analysten
Der Essener Energielieferant E.ON hat durch eine Anleiheemission frisches Kapital in Höhe von 1,6 Milliarden Euro eingesammelt. Das Unternehmen plant, die Mittel für den Ausbau der Infrastruktur und die Vermeidung von Engpässen im Betriebsablauf zu verwenden. Unterdessen löst die Aktie bei Analysten gemischte Reaktionen aus.
Aktuell notiert das Papier bei 17,20 Euro und liegt damit über wichtigen langfristigen Trendindikatoren. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt über 9 %, während die 50-Tage-Linie bereits überwunden wurde. Auch Konkurrenten wie RWE verzeichneten Kursgewinne, was durch eine Sektorrotation zusätzliche Unterstützung bietet.
Die US-Großbank JPMorgan stuft E.ON weiterhin mit "übergewichten" ein und setzt das Kursziel auf 17,50 Euro an. Die Analysten der Bank sehen weiteres Aufwärtspotenzial. Allerdings hat das Analysehaus Wall Street Zen die in den USA gelisteten Aktien des Konzerns kürzlich von "halten" auf "verkaufen" herabgestuft – begründet mit enttäuschenden Quartalszahlen.
Die nächste entscheidende Hürde für die Aktie ist der Durchbruch über die Widerstandsmarke von 17,50 Euro. Gelingt dies, könnte der Kurs in Richtung des 52-Wochen-Hochs von 18,31 Euro vorstoßen. Hält sich jedoch die Skepsis der US-Märkte, dürfte die Marke von 16 Euro als erste wichtige Unterstützung dienen.
Mit der 1,6-Milliarden-Euro-Anleihe will E.ON das Infrastrukturwachstum finanzieren und betriebliche Engpässe abbauen. Die kurzfristige Entwicklung der Aktie hängt davon ab, ob der Widerstand bei 17,50 Euro durchbrochen wird oder die Notierung über 16 Euro gehalten werden kann. Die Meinungen der Analysten gehen auseinander: Einige setzen auf einen weiteren Kursanstieg, andere verweisen auf die Risiken durch die US-Märkte.
