10 December 2025, 07:16

Dresdner Pappenschmuck: Wie vergoldete Pappe Weihnachten verzaubert und Sammler begeistert

Ein paar Schmuckstücke sind an einer Wand angebracht.

Dresdner Pappenschmuck: Wie vergoldete Pappe Weihnachten verzaubert und Sammler begeistert

Gold und Silber auf Pappe: Wie Dresdner Pappenschmuck jedes Weihnachtsgeschenk veredelt

Ein Sammlerstück, eine vergessene Werkstatt und Andy Borg: Dresdner Pappenschmuck ist seit Jahren Kult – und verzaubert noch immer mit Gold und Silber die Weihnachtsgeschenke aller

Dresdner Pappenschmuck, einst eine günstige Alternative zu feinem Metall- und Holzhandwerk, ist heute bei Sammlern begehrt. Die filigranen, vergoldeten Kartondekorationen wurden um 1900 erstmals hergestellt. Kürzlich entdeckte die Künstlerin Angela Kleinediekmann die letzten verbliebenen Hersteller in der Nähe von Chemnitz in Sachsen.

Die Ornamente entstehen auf jahrhundertealten Maschinen und mit historischen Gussformen. Jedes Blatt wird per Hand geprägt, um die traditionellen Techniken zu bewahren. Die Motive reichen von Federn und Sternen über Tiere wie Hasen, Störche und Hummer bis hin zu Engeln und Buchstaben.

Angela Kleinediekmann verarbeitet den Schmuck in ihren eigenen Collagen. Selbst der Pop-Art-Künstler Andy Borg nutzte ihn einst für eine Weihnachtsbaum-Collage – viele der damaligen Entwürfe sind noch heute erhältlich. Die originalen Dresdner Stücke, mittlerweile über hundert Jahre alt, sind selten und hochbegehrt.

Die Wiederentdeckung der Hersteller sichert das Überleben eines historischen Handwerks. Dresdner Pappenschmuck wird noch immer nach den gleichen Methoden wie Anfang des 20. Jahrhunderts gefertigt. Sein anhaltender Reiz liegt in den kunstvollen Designs und der Verbindung von Kunst und Tradition.

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