Drei Obdachlose sterben in Borussia Dortmund – Hilfsorganisationen schlagen Alarm
Moritz RichterDrei Obdachlose sterben in Borussia Dortmund – Hilfsorganisationen schlagen Alarm
Eisige Bedingungen in Borussia Dortmund setzen Hunderte Obdachlose Lebensgefahr aus – seit November drei Tote
Die winterlichen Verhältnisse in Borussia Dortmund haben Hunderten Obdachlosen das Überleben erschwert; seit November wurden drei Todesfälle gemeldet. Ein Mann starb in der Heiligabendnacht im Freien, während er schlief – ein weiterer Obdachloser lag neben ihm. Lokale Hilfsorganisationen warnen nun, dass weitere Menschen sterben könnten, wenn nicht dringend Schutzräume bei den eisigen Temperaturen bereitgestellt werden.
Mehr als 500 Menschen in Borussia Dortmund haben derzeit keinen sicheren Wohnraum, wie Bastian Pütter von bodo e.V., einer örtlichen Unterstützungsinitiative, erklärt. Die Organisation fordert seit Langem zusätzliche Notunterkünfte, insbesondere nachdem Pläne für ein provisorisches Obdachlosenzentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs im Dezember gescheitert waren.
Die Stadtverwaltung betont zwar, es gebe ausreichend Plätze, und verweist auf eine Notunterkunft nahe dem Zoo. Doch Pütter hält diese Angebote für entweder unbekannt oder unzugänglich für die Betroffenen. Er schlägt alternative Lösungen vor, etwa die nächtliche Öffnung einer unterirdischen U-Bahn-Ebene oder die Einrichtung kurzfristiger Unterkünfte in leerstehenden Gebäuden. Seit November starben mindestens drei Obdachlose – vermutlich an den Folgen der Kälte. Der jüngste Fall ereignete sich an Heiligabend, als ein Mann erfroren neben einem weiteren Obdachlosen aufgefunden wurde. Pütter warnt: Ohne sofortige Maßnahmen könnte die Zahl der Opfer weiter steigen, solange die Temperaturen lebensbedrohlich niedrig bleiben.
Der Streit über die Kapazitäten der Unterkünfte hält an, während Helfer:innen auf schnellere und flexiblere Lösungen drängen. Mit über 500 Menschen ohne sicheren Wohnraum bleibt das Risiko weiterer Kältetoter bestehen. Pütters Vorschläge, etwa die Umnutzung öffentlicher Räume, könnten vorläufig Abhilfe schaffen – doch die Zeit wird knapp.
