Drei Bergische Städte testen Ovistop gegen wachsende Taubenplagen
Pilotprojekt zur Taubenpopulation: Solingen, Remscheid und Wuppertal starten humane Regulierung mit Ovistop
In Solingen, Remscheid und Wuppertal beginnt ein Pilotprojekt zur Kontrolle der Taubenpopulation. Dabei kommt das Medikament Ovistop zum Einsatz, um die Bestände auf tierfreundliche Weise zu reduzieren. Koordiniert wird die Initiative vom Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA).
Das neunmonatige Vorhaben steht unter der Aufsicht einer Fachveterinärin des Vereins TKK Stadttaube e.V., unterstützt von geschulten ehrenamtlichen Taubenbetreuern. Nach sechs Monaten sowie nach einem Jahr sind tierärztliche Kontrollen vorgesehen.
Ovistop wirkt, indem es die Entwicklung von Küken im Ei verhindert und die Tauben so unfruchtbar macht. Das Medikament wird mit Maiskörnern vermischt, wobei die Dosierung an die Anzahl der Vögel angepasst wird. In Italien ist es seit 25 Jahren zugelassen und hat sich auch in anderen europäischen Ländern bewährt.
Das BVLA betont, dass Ovistop für die Umwelt, andere Tiere und Greifvögel unbedenklich sei. In Solingen ist das Projekt Teil einer umfassenderen Strategie zur Verbesserung des Taubenschutzes – darunter plant die Stadt den Bau eines Taubenschlags.
Ziel des Pilotprojekts ist es, die Taubenbestände an Brennpunkten in den drei Städten zu regulieren. Die Methode ist nicht-tödlich und umweltverträglich angelegt. Die Behörden werden den Fortschritt in den kommenden Monaten genau beobachten.






