04 March 2026, 15:50

Dortmunder Kult-Event "Geierabend" meldet nach 32 Jahren Insolvenz an

Eine alte Werbung für Max Erler Leipzig in Berlin, Deutschland, zeigt eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Text.

Dortmunder Alternativkarneval 'Geierabend' ist insolvent - Dortmunder Kult-Event "Geierabend" meldet nach 32 Jahren Insolvenz an

"Geierabend" in Dortmund meldet nach 32 Jahren Insolvenz an

Der "Geierabend", eine langjährige satirische Karnevalsveranstaltung in Dortmund, hat nach 32 Jahren Insolvenz angemeldet. Die beliebte Tradition aus dem Ruhrgebiet steht nun vor einer ungewissen Zukunft – Grund sind wachsende Schulden. Die Veranstalter machen unbeglichene Rechnungen und unerwartete finanzielle Forderungen für die Krise verantwortlich.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit 1992 war der "Geierabend" ein fester Bestandteil der alternativen Karnevalskultur im Ruhrgebiet. Die für ihren scharfen Humor und lokalpolitischen Kommentar bekannte Veranstaltung wurde von der Geierabend Flattermann-Factory gUG organisiert. Doch das Unternehmen meldete kürzlich beim Amtsgericht Dortmund Insolvenz an.

Die finanziellen Probleme haben sich über Jahre aufgebaut. Nachträgliche Forderungen der GEMA, der deutschen Verwertungsgesellschaft für Musikrechte, belasten die Bilanz zusätzlich – die Summen bewegen sich im unteren sechsstelligen Bereich. Zusammen mit ausstehenden Schulden und alten Verbindlichkeiten trieb dies die Veranstalter in die Pleite.

Trotz des Rückschlags hofft das Team hinter dem "Geierabend" noch auf eine letzte Aufführung in diesem Sommer. Wie die Finanzierung gesichert werden soll, ist jedoch unklar. Martin Kaysh, langjähriger Moderator und ehemaliger Mitgeschäftsführer, betont die kulturelle Bedeutung der Veranstaltung für Dortmund und das gesamte Ruhrgebiet.

Die Insolvenz wirft nun die Frage auf, ob der "Geierabend" eine Zukunft hat. Sollte die geplante Abschiedsvorstellung stattfinden, könnte dies das Ende einer 32-jährigen Tradition markieren. Die Veranstalter stehen vor der Herausforderung, die Schulden zu begleichen und gleichzeitig eine geliebte lokale Institution zu erhalten.