05 April 2026, 02:10

Dortmund kämpft mit fünf Tonnen geretteter Lebensmittel gegen Verschwendung

Plakat mit zwei Frauen vor einem Tisch voller Gemüse und Flaschen, Text lautet "Verschwende nicht - Willkommen heißen - Prepare for Winter - Bewahre verderbliche Lebensmittel jetzt auf."

Dortmund kämpft mit fünf Tonnen geretteter Lebensmittel gegen Verschwendung

Große Aktion gegen Lebensmittelverschwendung in Dortmund

Am Samstag, dem 27. September 2025, fand in Dortmund eine große Veranstaltung zum Thema Lebensmittelverschwendung statt. Organisiert von foodsharing Dortmund sollte die Kundgebung auf dem Friedensplatz das Ausmaß der Verschwendung ins Bewusstsein rücken und gleichzeitig praktische Lösungen aufzeigen. Über fünf Tonnen geretteter Lebensmittel wurden präsentiert – Besucherinnen und Besucher konnten sich kostenlos mit Produkten in wiederverwendbaren Beuteln versorgen.

Die Aktion startete vor dem Rathaus, ein Ort, der bewusst gewählt wurde, um die Aufmerksamkeit lokaler Verantwortungsträger zu erregen. Ehrenamtliche von foodsharing Dortmund hatten im Vorfeld mit Großhändlern, Supermärkten und Bäckereien kooperiert, um Überschüsse zu sammeln: mehr als 400 Kisten mit Obst, Gemüse und Backwaren. Die Teilnehmenden füllten ihre mitgebrachten Taschen mit den geretteten Lebensmitteln – eine Win-win-Situation, die Abfall verringerte und gleichzeitig die Versorgung sicherte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Interaktive Angebote bereicherten das Programm. An einer "Smoothie-Fahrrad"-Station konnten Besucher durch Treten eigene Drinks mixen und so spielerisch den Gedanken der Nachhaltigkeit erleben. Infostände klärten über Haltbarmachung von Lebensmitteln und die ökologischen Folgen von Verschwendung auf. Unterstützt wurde die Initiative von der Entsorgungsgesellschaft Dortmund (EDG), die 1.000 Stoffbeutel für die Verteilung spendete.

Trotz der positiven Resonanz in der Bevölkerung kritisierte Dennis Görlich, Vorsitzender von foodsharing Dortmund e.V., das Fernbleiben lokaler Entscheidungsträger. Er betonte, wie wichtig politische Rückendeckung sei, um wirksame Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung umzusetzen. Die Organisation bleibt jedoch engagiert und plant weitere Aktionen – schließlich bleibe das Thema dringend.

Den Abschluss bildete eine große Lebensmittelverteilung, bei der die geretteten Waren an die Anwesenden gingen. foodsharing Dortmund will ähnliche Veranstaltungen ausrichten, um das öffentliche Interesse und die angestoßenen Diskussionen zu vertiefen. Zwar fehlte die politische Vertretung, doch die Aktion stärkte das Bewusstsein in der Gemeinschaft und zeigte: Jeder kann konkret etwas gegen die Verschwendung tun.

Quelle