06 January 2026, 10:15

Dortmund geht in Berufung: Millionenklage nach umstrittenem Hochhaus-Räumungskrimi

Eine Löwenstatue aus Stein auf einem Gebäude mit der Inschrift 1853 darunter.

Dortmund geht in Berufung: Millionenklage nach umstrittenem Hochhaus-Räumungskrimi

Dortmund wird gegen ein Gerichtsurteil Berufung einlegen, das die Räumung eines Wohnhochhauses in Dortmund im Jahr 2017 für rechtswidrig erklärte. Das im November 2025 gefällte Urteil könnte die Stadt Dortmund mit Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe belasten, falls es aufgehoben wird. Die Behörden haben nun bis Ende Januar 2026 Zeit, ihren Fall vor dem höchsten deutschen Verwaltungsgericht, dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, vorzutragen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Mittelpunkt des Streits steht eine Enteignung aus dem Jahr 2017, die das Oberverwaltungsgericht Münster als unverhältnismäßig bewertet hatte. Der 7. Senat des Gerichts erklärte die Räumung für unrechtmäßig und ebnete damit dem früheren Eigentümer den Weg, Entschädigungsansprüche gegen Borussia Dortmund geltend zu machen. Diese könnten bei Bestätigung des Urteils auch jahrelang entgangene Mieteinnahmen umfassen.

Die Feuerwehr und die Rechtsabteilung der Stadt haben bereits Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt. Dieser Einspruch verhindert, dass das Urteil vom November 2025 rechtskräftig wird. Bis zum 26. Januar 2026 muss Dortmund den Leipziger Richtern detaillierte Begründungsunterlagen für die Überprüfung vorlegen.

Die Identität des früheren Eigentümers bleibt in den öffentlichen Unterlagen ungenannt. Ein erfolgreicher Widerspruch der Stadt könnte jedoch verhindern, dass hohe Ausgleichszahlungen für vergangene finanzielle Verluste fällig werden.

Das Berufungsverfahren wird entscheiden, ob Dortmund den früheren Eigentümer für entgangene Einnahmen entschädigen muss. Ein endgültiges Urteil gegen die Stadt könnte erhebliche finanzielle Folgen für Borussia Dortmund nach sich ziehen. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird den langjährigen Rechtsstreit um die Räumung von 2017 beenden.